Demenz-Forschung, Netzwerke

Demenz-Forschung: Neue Netzwerke und PrÀventions-Studien starten

14.04.2026 - 07:01:05 | boerse-global.de

Deutschland stÀrkt regionale Demenz-Versorgung und startet PrÀventionsstudien. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Lebensstilfaktoren wie ErnÀhrung und Bewegung das Erkrankungsrisiko deutlich senken können.

Demenz-Forschung: Neue Netzwerke und PrĂ€ventions-Studien starten - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass ein gesunder Lebensstil das Erkrankungsrisiko deutlich senken kann.

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Netzwerke fĂŒr frĂŒhere Diagnosen

In Ostsachsen haben Kliniken und Ärzte das „Netzwerk fĂŒr Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen“ (DENOS) gegrĂŒndet. Ziel ist eine bessere und frĂŒhere Erkennung von Demenz. Sachsen hat bundesweit den höchsten Anteil an Betroffenen.

Parallel starten UniversitĂ€ten neue Projekte. Die UniversitĂ€t Siegen sucht ab sofort Teilnehmer fĂŒr die Studie „DemenzprĂ€vention im Alltag“. Bis Ende Juli können sich Interessierte fĂŒr kostenlose Einzelberatungen anmelden. Die Forscher wollen prĂŒfen, ob einfache Alltags-Interventionen wirken.

Auch auf kommunaler Ebene wÀchst das Angebot. Das Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz veranstaltet am 13. Mai einen kostenlosen Workshop zum GedÀchtnistraining in Kruft.

Mediterrane ErnÀhrung senkt Risiko deutlich

Die wissenschaftliche Evidenz fĂŒr prĂ€ventive Lebensstilfaktoren wird immer klarer. Eine große Oxford-Studie mit 40.000 Teilnehmern identifizierte körperliche AktivitĂ€t, mediterrane ErnĂ€hrung und guten Schlaf als die drei wichtigsten Schutzfaktoren. Experten schĂ€tzen, dass bis zu 40 Prozent der DemenzfĂ€lle vermeidbar sind.

Konkrete Lebensmittel rĂŒcken in den Fokus. Eine Langzeitstudie von 2024 mit 90.000 Menschen zeigt: RegelmĂ€ĂŸiger Olivenöl-Konsum senkt das Risiko fĂŒr einen demenzbedingten Tod um bis zu 14 Prozent. Besonders natives Olivenöl extra wirkt schĂŒtzend. Eine japanische Studie deutet zudem an, dass regelmĂ€ĂŸiger KĂ€se-Verzehr das Demenzrisiko um bis zu 24 Prozent reduzieren könnte.

Passiver Medienkonsum ist Gift fĂŒrs Gehirn

Wie wir unsere Freizeit verbringen, hat großen Einfluss. Eine schwedische Studie mit 20.000 Erwachsenen zeigt: Passives Scrollen am Smartphone oder Fernsehen erhöht das Demenzrisiko. Jede zusĂ€tzliche Stunde geistiger AktivitĂ€t senkt es dagegen um 4 Prozent.

Die Kombination aus Denken und leichter Bewegung ist besonders effektiv und kann das Risiko um etwa 11 Prozent reduzieren. Wer dagegen tÀglich mehr als acht Stunden sitzt, erhöht sein Risiko um 27 Prozent. Schon 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche senken es um ein Viertel.

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Grippeimpfung und Bluttests als neue Hoffnung

Auch in der klinischen Praxis gibt es neue AnsĂ€tze. Eine Studie im Fachjournal Neurology ergab: Hochdosis-Grippeimpfungen können das Alzheimer-Risiko bei ĂŒber 65-JĂ€hrigen um 55 Prozent senken. Bei Frauen war der Effekt stĂ€rker. Die Stiko empfiehlt fĂŒr Menschen ĂŒber 60 bereits entsprechende Impfstoffe.

Ein völlig neuer Forschungszweig setzt auf die FrĂŒherkennung im Blut. Forscher fanden spezifische VerĂ€nderungen in Darmbakterien-Stoffwechselprodukten, die schon vor ersten GedĂ€chtnisproblemen auftreten. Ein KI-Modell konnte Probanden anhand dieser Marker mit 79-prozentiger Genauigkeit identifizieren. Das könnte die Basis fĂŒr kĂŒnftige FrĂŒhtests sein.

Können GedĂ€chtnislĂŒcken reversibel sein?

Ein Paradigmenwechsel bahnt sich an: Eine Übersichtsarbeit der Uni Magdeburg legt nahe, dass kognitive Defizite bei Alzheimer nicht nur auf abgestorbene Nervenzellen zurĂŒckgehen. Störungen in neuronalen Netzwerken spielen eine zentrale Rolle – und diese könnten teilweise umkehrbar sein.

Neue TherapieansÀtze wie gezieltes GedÀchtnistraining oder Hirnstimulation zielen darauf ab, die Nutzung vorhandener Hirnschaltkreise zu verbessern. Auch die Psyche ist ein Schutzfaktor: Eine Harvard-Studie fand heraus, dass Optimismus das Demenzrisiko um 15 Prozent senken kann.

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