Sanofi schlÀgt Erwartungen - Ziele bestÀtigt
24.10.2025 - 10:56:18 | dpa.deDas Blockbuster-Medikament, das etwa bei Asthma und Neurodermitis zum Einsatz kommt, knackte mit einem Zuwachs von ĂŒber einem Viertel erstmals in einem Quartal die Umsatzmarke von 4 Milliarden Euro, wie Sanofi am Freitag in Paris mitteilte. Insgesamt wuchs der Erlös des Konzerns zwar nicht so stark, dafĂŒr ĂŒbertraf der operative Gewinn die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Das kam an der Börse gut an.
Die Sanofi-Aktie legte am Freitag um gut 3 Prozent zu, zuletzt verringerte sich der Kursgewinn etwas. Dennoch lag der Aktienkurs auf dem höchsten Stand seit Ende April. Im Vergleich zum Jahreswechsel hat das Papier hingegen rund sechs Prozent eingebĂŒĂt. FĂŒr den Bernstein-Experten Florent Cespede bleibt die Bewertung der Aktie wegen eines deutlichen Abschlags zur Branche attraktiv.
Der konzernweite Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende September um 2,3 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro, wobei sich Wechselkurse negativ auswirkten. So sind etwa die USA ein wichtiger Markt fĂŒr Sanofi. Der Gewinn aus dem TagesgeschĂ€ft legte Ă€hnlich stark auf 4,4 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Gewinn stieg um 4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. An seinen Jahreszielen hĂ€lt Konzernchef Paul Hudson fest.
WĂ€hrend Dupinex reĂŒssierte, ging Sanofis GeschĂ€ft mit Grippeimpfstoffen zurĂŒck. Hudson nannte als GrĂŒnde dafĂŒr einen verschĂ€rften Preiswettbewerb und die niedrigere Impfquote. Die Impfquoten gingen weltweit zurĂŒck, sagte Finanzvorstand Francois-Xavier Roger in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Dies hĂ€ngt wahrscheinlich mit einer gewissen Covid-MĂŒdigkeit in Bezug auf Impfungen zusammen. Möglicherweise gibt es auch insgesamt eine gewisse negative Einstellung gegenĂŒber Impfstoffen."
Generell gab sich Chef Hudson er mit Blick auf das Jahr 2026 zuversichtlich, den derzeitigen Kurs des profitablen Wachstums fortsetzen zu können. Das wertete JP-Morgan-Analyst Richard Vosser positiv.
Das Management muss sich momentan Gedanken darum machen, wie es den Umsatztreiber Dupixent ersetzen kann, dessen Patentschutz im Jahr 2031 auslÀuft. Das Mittel soll in der Spitze einen Jahresumsatz von mehr als 21 Milliarden Euro erzielen, was die anderen Medikamente von Sanofi in den Schatten stellt.
Weiterhin beschĂ€ftigen Sanofi die Einfuhrzölle der US-Regierung. Man befinde sich in "stĂ€ndigen GesprĂ€chen" mit der US-Regierung ĂŒber die Verbesserung der Erschwinglichkeit von Medikamenten, sagte Finanzchef Roger. Die Arzneimittel-Hersteller hĂ€tten Vereinbarungen mit der Regierung von PrĂ€sident Donald Trump unterzeichnet, um die Preise im Austausch fĂŒr Befreiungen von Einfuhrzöllen zu senken, sagte er.
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