DĂ€nemarks, Außenminister

DĂ€nemarks Außenminister ĂŒber Grönland-Annexion: Wird nicht passieren

21.01.2026 - 21:55:08 | dpa.de

Der dĂ€nische Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen sieht positive Signale im Grönland-Konflikt mit den USA.

"Der Tag endet besser, als er begonnen hat", sagte der Minister dem dÀnischen Rundfunk in einem Interview. "Zwei Dinge nehme ich aus Davos mit: Dass Trump sagt, dass er Grönland nicht angreift (...) und dass der Zoll-Krieg auf Standby ist. Das ist positiv."

Zuvor hatte US-PrĂ€sident Donald Trump seine AnsprĂŒche auf das zu DĂ€nemark gehörende Grönland beim Weltwirtschaftsforum in Davos bekrĂ€ftigt. Gewalt werde er bei der Übernahme aber nicht anwenden.

Am Abend kĂŒndigte Trump zudem an, seine angedrohten Strafzölle gegen Deutschland und andere europĂ€ische LĂ€nder zum 1. Februar doch nicht verhĂ€ngen. Auf Truth Social schrieb Trump, nach einem Treffen mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte gebe es einen Rahmen fĂŒr eine kĂŒnftige Vereinbarung ĂŒber Grönland und die Arktis. Auf dieser Grundlage setze er die Zölle aus. Details wurden nicht bekannt.

Trumps AnnexionsplÀne? "Wilde Fantasien"

Der dĂ€nische Außenminister kommentierte Trumps Aussagen ĂŒber eine solche Vereinbarung nicht. Er habe kurz mit Rutte gesprochen. Dieser habe von einem guten Treffen mit Trump berichtet. Details wollte Lars LĂžkke Rasmussen nicht preisgeben. Der Minister stellte aber klar: "Es wird nicht passieren, dass die USA Grönland besitzen." Trumps Ambition dahingehend bezeichnete er als "wilde Fantasien".

"Es ist entscheidend, dass wir eine Lösung finden mit Respekt fĂŒr die IntegritĂ€t und SouverĂ€nitĂ€t des (dĂ€nischen) Königreichs und das Recht des grönlĂ€ndischen Volks auf Selbstbestimmung", sagte der Minister.

DĂ€nischer Außenminister: Wollen USA entgegenkommen

DĂ€nemark verstehe und teile die Sorgen der USA in Bezug auf die Sicherheit der Arktisregion. "Wir wollen darĂŒber sehr gerne mit den Amerikanern sprechen und ihnen in dieser Hinsicht gerne entgegenkommen", sagte Lars LĂžkke Rasmussen. DĂ€nemark hatte kĂŒrzlich angekĂŒndigt, seine militĂ€rische PrĂ€senz in Grönland zu verstĂ€rken und setzt sich auch fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere PrĂ€senz der Nato in der Region ein.

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