Aktien Frankfurt Schluss: Dax fest nach krÀftigen Auftaktverlusten
02.02.2026 - 17:54:28 | dpa.deUnterstĂŒtzt wurde die Erholungsbewegung am Nachmittag von starken US-Stimmungsdaten. Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten. Vielmehr setzte sich unter Anlegern die Erkenntnis durch, dass sich am fundamental positiven Umfeld fĂŒr Aktien letztlich wohl nichts geĂ€ndert hat.
Der deutsche Leitindex, der am Morgen noch unter 24.400 Punkte gefallen war, beendete den Tag 1,05 Prozent höher auf 24.797,52 Punkte. Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Börsenwerte ging ebenfalls auf Erholungskurs und stieg um 1,12 Prozent auf 31.512,09 Punkte. Europaweit sah es Ă€hnlich aus: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte um 1,00 Prozent auf 6.007,51 ZĂ€hler zu und auch in der Schweiz und in GroĂbritannien ging es nach oben. In den USA legten Dow Jones Industrial US2605661048 und die Nasdaq-Börsen zu.
In den USA verbesserte sich die Stimmung in der Industrie im Monat Januar deutlich und auch ĂŒberraschend stark. Dabei stieg der viel beachtete Einkaufsmanager ISM auch wieder ĂŒber die Wachstumsschwelle, was eine Zunahme der wirtschaftlichen AktivitĂ€t signalisiert.
Zudem beruhigten sich nach dem Einbruch des Gold- und Silberpreises die Nerven der Anleger wieder. "Es sieht danach aus, als wĂ€ren die vielen spekulativen und damit zittrigen HĂ€nde ĂŒber das Wochenende aus dem Markt geflogen", kommentierte Christine Romar, Europa-Chefin bei CMC Markets, den Börsentag. Sie sprach dabei von einer "gesunden Bereinigung in den EdelmetallmĂ€rkten", auch wenn die Lage bei Gold und Silber fragil bleibe "und damit hochtoxisch auch fĂŒr die AktienmĂ€rkte".
Auslöser der Turbulenzen war die Nominierung des frĂŒheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger fĂŒr US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-PrĂ€sident Donald Trump. Da Warsh nicht als Verfechter einer besonders lockeren Geldpolitik gilt, sondern eher als einer, der zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um die Inflation in den Griff zu bekommen, löste dies Verunsicherung aus. Zinssenkungsfantasien erhielten einen DĂ€mpfer.
Wer mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatte, wurden auf dem falschen FuĂ erwischt. Positionen mussten glattgestellt werden, was die Preise weiter belastete. Eine solche Entwicklung kann sich vorĂŒbergehend auch auf andere MĂ€rkte, wie etwa den Aktienmarkt, auswirken.
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