Devisen, Euro

Devisen: Euro gerĂ€t erneut unter Druck und fĂ€llt bis auf 1,18 US-Dollar zurĂŒck

02.02.2026 - 16:49:21 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat zum Wochenstart an seine Kursverluste vom Freitag angeknĂŒpft.

Am Montagnachmittag kostete die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung 1,1801 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch ĂŒber einen halben Cent höher notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1840 (Freitag: 1,1919) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8445 (0,8389) Euro.

Am Freitag hatte die Nominierung des frĂŒheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger fĂŒr US-Notenbank-Chef Jerome Powell dem Dollar Auftrieb gegeben und den Euro im Gegenzug belastet. Die Personalentscheidung von US-PrĂ€sident Donald Trump schĂŒrte an den MĂ€rkten Zweifel, dass es tatsĂ€chlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell fĂŒr höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber fĂŒr Leitzinssenkungen aus.

Nach EinschĂ€tzung von Experten der Dekabank gilt Warsh als wachsam gegenĂŒber Inflationsrisiken, sei zuletzt aber auch fĂŒr weitere Leitzinssenkungen eingetreten. "Dabei scheint er jedoch weniger Trump-hörig als andere mögliche Kandidaten zu sein", schreiben die Analysten. Der US-PrĂ€sident hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und den bis Mai amtierenden NotenbankprĂ€sidenten Powell heftig beschimpft.

GestĂŒtzt wurde der Dollar auch durch erfreuliche Industriedaten aus den Vereinigten Staaten. Die Stimmung der US-Industrie hat sich zum Jahresstart merklich verbessert. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg im Januar stĂ€rker als erwartet und signalisiert jetzt wieder ein wirtschaftliches Wachstum. Die Einkaufsmanager verwiesen insbesondere auf eine verbesserte Auftragslage. Die Erwartung baldiger Leitzinssenkungen dĂŒrfte so weiter gedĂ€mpft werden.

Der zuletzt stĂ€rkere Dollar hat an den FinanzmĂ€rkten auch die krĂ€ftige Kurskorrektur bei Metallen verstĂ€rkt. Vor allem die Notierungen fĂŒr die Edelmetalle Gold und Silber sind zu Beginn der Handelswoche erneut spĂŒrbar unter Druck geraten.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86580 (0,86620) britische Pfund, 183,59 (183,59) japanische Yen und 0,9199 (0,9157) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.714 Dollar. Das waren etwa 150 Dollar weniger als am Freitag.

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