Gescheiterte GesprÀche zwischen USA und Iran: EuropÀischer Gaspreis springt an
13.04.2026 - 08:56:23 | dpa.deDie maĂgeblichen Future-Kontrakte stiegen am Montag um bis zu 18 Prozent. Mit der AnkĂŒndigung von US-PrĂ€sident Donald Trump, die StraĂe von Hormus, zu blockieren, verschĂ€rft sich die weltweite Energiekrise.
An der Börse in Amsterdam legte die Notierung fĂŒr den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zuletzt um 8,5 Prozent auf 47,35 Euro je Megawattstunde (MWh) zu, nachdem der Preis Mitte vergangener Woche bis auf 42,80 Dollar gefallen war. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als sechs Wochen war der Gaspreis zwischenzeitlich ĂŒber die Marke von 70 Dollar geklettert. Vor dem Krieg hatte der Preis bei lediglich gut 30 Dollar gelegen. Auch Ăl verteuerte sich wieder deutlich.
Die US-StreitkrĂ€fte werden die Blockade ab Montag, 10 Uhr New Yorker Zeit (16.00 Uhr MESZ), in Kraft setzen, wie das US Central Command mitteilte. Sie gelte fĂŒr alle Schiffe, die iranische HĂ€fen anlaufen oder verlassen.
Die globalen EnergiemĂ€rkte sind durch den Krieg im Nahen Osten ins Wanken geraten. Höhere Preise drohen die Inflation anzuheizen und zugleich das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Raffinerien und HĂ€ndler weltweit ringen nun um sofort verfĂŒgbare Rohöllieferungen, da die vorhandenen VorrĂ€te knapp werden.
"Mir erscheint das ein ziemlich ambitioniertes Unterfangen, und es löst das Problem der Störungen nicht", sagte Mona Yacoubian, Direktorin des Nahostprogramms am Zentrum fĂŒr Strategische und Internationale Studien, zu dem Blockadeplan der USA. "Es ist schwer, den Sinn dahinter zu verstehen."
Sollte der Iran seine Ălexporte tatsĂ€chlich bedroht sehen, könnte er die Huthi-Rebellen im Jemen dazu drĂ€ngen, den Transit durch die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab am sĂŒdlichen Eingang zum Roten Meer anzugreifen, so Yacoubian. Die Huthis traten Ende MĂ€rz in den Krieg ein und sind in der Lage, den Schiffsverkehr zu unterbrechen.
Der Markt habe zu frĂŒh auf die Deeskalation gesetzt, erklĂ€rte Haris Khurshid, Chief Investment Officer bei Karobaar Capital in Chicago. Die US-Blockade fĂŒhre zu langsameren Lieferungen, verspĂ€teten Frachten und höheren Versicherungskosten. "Genau das verengt den Markt und schlĂ€gt sich im Preis nieder."
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