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Europa Schluss: Verluste - NervositÀt vor US-Zinsentscheid

16.09.2025 - 18:21:57 | dpa.de

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 hat am Dienstag seine zu Wochenbeginn erzielten Gewinne komplett eingebĂŒĂŸt.

Vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch nahm die NervositÀt der Anleger deutlich zu. Es gilt zwar am Markt als ausgemacht, dass die Fed die Leitzinsen um mindestens 0,25 Prozentpunkte senken wird, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der weitere Zinspfad hingegen ist mit Unsicherheiten behaftet. Denn die Zollpolitik von US-PrÀsident Donald Trump birgt Inflationsgefahren.

Der Leitindex der Eurozone bĂŒĂŸte 1,25 Prozent auf 5.372,31 Punkte ein. Außerhalb des Euroraums ging es fĂŒr den Schweizer SMI CH0009980894 um 1,03 Prozent auf 12.018,66 ZĂ€hler abwĂ€rts. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ("Footsie") sank um 0,88 Prozent auf 9.195,66 Punkte.

Ein kleiner Zinsschritt von 0,25 Prozentpunkte gilt zwar als gesetzt, doch das Interesse richtet sich auf das weitere Vorgehen der US-WĂ€hrungshĂŒter. Nach Ansicht von JĂŒrgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Handelshaus Robomarkets, ist dabei die Frage besonders interessant, ob die erwartete Zinssenkung der Anfang eines Senkungszyklus ist und wie viele Schritte in den kommenden Monaten noch folgen werden.

Und hier gibt es durchaus Fragezeichen. "Die Fed befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage", schrieb Volkswirt Felix Schmidt von Berenberg. "Einerseits kĂŒhlt sich der US-amerikanische Arbeitsmarkt derzeit deutlich ab, was nach Zinssenkungen ruft, andererseits treiben die US-Zölle die Inflation in die Höhe und entfernen sie damit immer weiter vom Zwei-Prozent-Ziel der Fed."

Aus Branchensicht gab es europaweit fast nur Verlierer. Die grĂ¶ĂŸten AbschlĂ€ge verzeichnete mit minus 2,2 Prozent der Versicherungssektor EU0009658822. Nur Rohstoffwerte EU0009658624 konnten sich der negativen Stimmung entziehen und schafften ein moderates Plus.

In einem ansonsten nachrichtenarmen Umfeld sorgten vor allem Analystenstimmen fĂŒr Bewegung. So fielen am EuroStoxx-Ende die Aktien von L'Oreal FR0000120321 nach einer skeptischen Studie von Jefferies um fast drei Prozent. Die aktuelle Bewertung des Kosmetikkonzerns preise eine Wachstumsdynamik ein, die ihm derzeit unwahrscheinlich erscheine, schrieb der Experte David Hayes. Nach einem Boom in China kehre die Branche zu einer Normalisierung des Wachstums zurĂŒck, und bei L'Oreal fielen die Marktanteilsgewinne nun kleiner aus.

Unter den wenigen Gewinnern im europĂ€ischen Leitindex stiegen ASML NL0010273215 um ein halbes Prozent. Hier stĂŒtzte ein zuversichtlicher Kommentar der US-Bank JPMorgan. Nach enttĂ€uschenden Quartalszahlen liege wohl das Schlimmste hinter dem ChipindustrieausrĂŒster, schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Die Nachrichtenlage dĂŒrfte sich jetzt verbessern.

In London waren die Anteilsscheine von Haleon GB00BMX86B70 mit einem Minus von fast fĂŒnf Prozent das Schlusslicht im "Footsie". Hier lastete eine Abstufung durch die britische Investmentbank Barclays auf dem Kurs. Der KonsumgĂŒterkonzern sehe sich in den USA sowohl mit einem RĂŒckgang der Verbrauchernachfrage als auch mit dem Druck zum Lagerabbau konfrontiert, schrieb Analyst Warren Ackerman.

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