DAVOS: WEF-PrÀsident Hoffmann erwartet keine 'Wunder' von Trump
15.01.2026 - 12:39:45 | dpa.deEr wisse zwar nicht, was Trump sagen wolle, aber "ich erwarte grundsÀtzlich keine Wunder", sagte der Roche CH0012032048-Erbe im GesprÀch mit der "Handelszeitung".
Es ist das erste Interview Hoffmanns in seiner Funktion als Co-PrĂ€sident des Stiftungsrates des WEF. Er hatte den Posten im Sommer gemeinsam mit Blackrock-GrĂŒnder Larry Fink ĂŒbernommen. Einen Eklat fĂŒrchtet er nicht, obwohl er Trump einmal als "korrupten alten Mann" bezeichnet hatte. "Das WEF begrĂŒĂt es sehr, dass der PrĂ€sident der gröĂten Weltmacht nach Davos kommt", so Hoffmann. "Wenn wir einen echten Spirit of Dialogue haben wollen, dann mĂŒssen verschiedene und wichtige Stimmen dabei sein", so der neue WEF-Chef.
Hoffmann stellt in Abrede, dass wegen Trump das Programm des WEF geĂ€ndert wurde, und dass woke Themen gestrichen wurden. "Nein, das stimmt nicht. Das Programm stand, lange bevor klar war, dass die USA mit einer groĂen Delegation anreisen werden." Und es habe auch nie eine Anfrage gegeben, das Programm zu Ă€ndern.
Nach dem erzwungenen Abgang von WEF-GrĂŒnder Klaus Schwab sieht Hoffmann bei der Organisation WEF selbst keinen groĂen Reformbedarf, auch nicht im Stiftungsrat. Die Jahrestagung des WEF werde in Davos bleiben - darin sei er sich mit Larry Fink einig.
Auch Reformen beim WEF als Organisation an sich seien nicht in Sicht. "Im Moment bleibt alles, wie es ist." Wichtig sei vor allem die inhaltliche Arbeit. Und neben dem Treffen in Davos sollen auch die anderen AnlÀsse im Jahr an Relevanz gewinnen.
Nach dem abrupten Abgang von Klaus Schwab wird der WEF-GrĂŒnder keinen Abschied auf der groĂen BĂŒhne in Davos erhalten. "Wir werden den GrĂŒnder des Forums wĂŒrdevoll verabschieden, das holen wir nach. Aber nicht im Januar."
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