ROUNDUPFT, Selenskyj

Selenskyj könnte PrÀsidentenwahl vor 15. Mai ansetzen

11.02.2026 - 14:20:26 | dpa.de

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj plant einem Bericht der "Financial Times" zufolge unter dem Druck der USA, eine PrÀsidentenwahl und ein Friedensreferendum noch vor dem 15.

Mai anzusetzen. Die britische Zeitung beruft sich auf ukrainische und westliche Verantwortliche, die mit den Überlegungen vertraut seien, zitiert aber nicht Selenskyj selbst.

Demnach könnte Selenskyj am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der russischen Invasion, die Wahl ausrufen. Dann solle bis Mitte Mai parallel ĂŒber das Staatsoberhaupt und eine bis dahin zu erreichende Friedensregelung mit Russland abgestimmt werden.

Der ukrainische PrĂ€sident hat bereits das Parlament beauftragt, die nötigen GesetzesĂ€nderungen fĂŒr eine Wahl zu Kriegszeiten vorzubereiten. Er berichtete vergangene Woche auch von Druck der US-Administration, den Krieg bis zum Sommer zu beenden.

Sicherheit nur gegen schnelles Einlenken?

Dem "FT"-Bericht zufolge stehen die USA nur zu Sicherheitsgarantien, wenn Kiew bis dahin einlenkt. Außerdem fordere Washington, dass die Ukraine den Teil der Gebiete Donezk und Luhansk preisgibt, den es noch kontrolliert. Ab dem Sommer wolle sich die FĂŒhrung von PrĂ€sident Donald Trump auf die US-Parlamentswahl im November konzentrieren.

Die Forderung nach einer PrĂ€sidentenwahl in der Ukraine stammt ursprĂŒnglich aus Moskau, weil Selenskyj angeblich kein legitimer Ansprechpartner sei. Trump hat sie sich aber zu eigen gemacht. Kiew verweist bislang darauf, dass eine Wahl wegen des geltenden Kriegsrechts nicht stattfinden könne. Zudem sei die Abstimmung unter russischen Angriffen, mit Hunderttausenden MĂ€nnern an der Front und Millionen von FlĂŒchtlingen im In- und Ausland, nicht zu organisieren.

Skeptische Reaktion in Kiew

In Kiew stieß der Zeitungsbericht auf Skepsis. Der PrĂ€sident plane fĂŒr den 24. Februar keine AnkĂŒndigung einer Wahl, zitierten die Portale "RBK-Ukrajina" und "Kyiv Independet" eine nicht genannte Quelle im PrĂ€sidentenbĂŒro. Es könne nicht gewĂ€hlt werden, solange die Lage unsicher sei.

Die BĂŒrgerrechtsaktivistin Olha Ajwasowska schrieb auf Facebook, man könne nicht eine Wahl am traumatischen Jahrestag des Kriegsbeginns ankĂŒndigen. Der Gesetzgebungsprozess, an dem sie als Expertin beteiligt ist, sei sehr schwierig. Sie bezweifele auch, dass Sicherheitsgarantien mit Zustimmung des US-Kongresses bis Mitte Mai verabschiedet werden könnten. In Moskau wollte Kremlsprecher Dmitri Peskow die Lage nicht kommentieren, solange es keine offiziellen Äußerungen Selenskyjs gebe.

Rascher Wahltermin kÀme Selenskyj zugute

Dem "FT"-Bericht zufolge rechnet Selenskyj sich bei einem raschen Termin bessere Chancen auf eine Wiederwahl aus. Unklar ist indes, ob die russische FĂŒhrung um Kremlchef Wladimir Putin in der von den USA vorgegebenen Zeit zu einem Ende ihres Angriffskriegs bereit ist. JĂŒngste Äußerungen aus Moskau beharren auf Maximalforderungen, die auf eine völlige Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen.

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