Deutsche Anleihen: Rendite fÀllt auf tiefsten Stand seit Juli
01.12.2023 - 18:07:16 | dpa.deDer richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 legte bis zum Abend um 0,73 Prozent auf 133,31 Punkte zu. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf 2,35 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Juli.
Der deutliche RĂŒckgang der Renditen im Verlauf der Woche setzt sich damit fort. FĂŒr Zinsdruck sorgt vor allem die Erwartung, dass die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen ab dem zweiten Quartal 2024 reduziert. Derzeit ist eine erste Zinssenkung fĂŒr April eingepreist. Terminkontrakte deuten auf Zinssenkungen um insgesamt mehr als einen Prozentpunkt im Jahresverlauf hin
Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau bestĂ€tigte zum Wochenausklang, dass die EZB im kommenden Jahr ĂŒber erste Zinssenkungen nachdenken könnte. "Die Frage einer Senkung kann sich im Laufe des Jahres 2024 stellen, aber nicht jetzt." Wenn ein Mittel wirksam sei, mĂŒsse man zunĂ€chst abwarten, bis es tatsĂ€chlich wirke, sagte der Franzose mit Blick auf die deutlichen Zinsanhebungen der EZB gegen die hohe Inflation.
US-Notenbankchef Jerome Powell sagte am Abend, die Fed könnte ihre Geldpolitik durchaus weiter straffen. Es wĂ€re verfrĂŒht, die Geldpolitik als hinreichend restriktiv zu bezeichnen oder sogar auf Zinssenkungen zu spekulieren, sagte Powell vor Studenten in Atlanta. Zugleich relativierte der Fed-Chef, angesichts der deutlichen Straffungen seit FrĂŒhjahr 2022 werde die Fed kĂŒnftig vorsichtig vorgehen.
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