Diabetes-Klassifikation, Typ

Diabetes-Klassifikation erhÀlt neuen Typ 5

15.04.2026 - 08:51:32 | boerse-global.de

Die International Diabetes Federation klassifiziert Typ-5-Diabetes als eigenstÀndige Form, die durch chronische UnterernÀhrung verursacht wird und Millionen Menschen betrifft.

Diabetes-Klassifikation erhĂ€lt neuen Typ 5 - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der sogenannte Typ-5-Diabetes betrifft weltweit bis zu 25 Millionen Menschen und entsteht durch chronische MangelernÀhrung. Die Anerkennung beendet eine jahrelange wissenschaftliche Debatte.

Bisher dominierten zwei Hauptformen das Bild: Typ 1 als Autoimmunerkrankung und Typ 2, oft verbunden mit Übergewicht. Die Entscheidung fĂŒr den neuen Typ 5 fiel bereits im April 2025 auf einem Weltkongress in Bangkok. Diese Form trifft vor allem junge, schlanke Erwachsene in einkommensschwachen Regionen SĂŒdostasiens und Afrikas.

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Ein Krankheitsbild jenseits von Überfluss

Die Ursache von Typ-5-Diabetes ist grundlegend anders. WĂ€hrend bei Typ 2 eine Insulinresistenz vorliegt, produziert die BauchspeicheldrĂŒse bei Typ 5 schlicht zu wenig Insulin. Der Grund ist keine Autoimmunreaktion, sondern chronische UnterernĂ€hrung in der frĂŒhen Kindheit oder sogar im Mutterleib.

Protein- und NĂ€hrstoffmangel schĂ€digen die Entwicklung der BauchspeicheldrĂŒse dauerhaft. Das Organ erreicht nie seine volle LeistungsfĂ€higkeit. Betroffene haben typischerweise einen sehr niedrigen Body-Mass-Index, aber keine Neigung zur gefĂ€hrlichen Ketose, wie sie fĂŒr Typ 1 charakteristisch ist.

Eine unsichtbare Epidemie wird sichtbar

Mit 20 bis 25 Millionen FĂ€llen ist die PrĂ€valenz in betroffenen Gebieten vergleichbar mit der von HIV oder Tuberkulose. Dennoch blieb die Erkrankung lange unter dem Radar. Oft wurde sie falsch diagnostiziert – mit teils lebensbedrohlichen Folgen durch inadĂ€quate Therapien.

Die offizielle Klassifizierung als eigenstĂ€ndiger Typ ist ein Wendepunkt. Sie macht eine bisher vernachlĂ€ssigte Patientengruppe sichtbar und ebnet den Weg fĂŒr gezielte Forschungsgelder und Gesundheitsprogramme. Die ErzĂ€hlung verschiebt sich: Nicht nur Überfluss, auch extreme Armut kann Diabetes direkt verursachen.

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Auf dem Weg zu neuen Leitlinien

Die IDF hat eine Expertengruppe eingesetzt, die bis 2027 standardisierte Diagnosekriterien und Therapieprotokolle entwickeln soll. Erste klinische Erfahrungen deuten auf eine Kombination aus niedrigen Insulindosen und bestimmten Tabletten als wirksam hin. Eine begleitende ErnÀhrungstherapie ist essenziell, um die zugrundeliegenden NÀhrstoffdefizite auszugleichen.

Eine große Herausforderung bleibt die Abgrenzung zu seltenen genetischen Formen wie MODY-Diabetes. Die Arbeitsgruppe plant ein globales Register, um Langzeitdaten zu Folgeerkrankungen wie NierenschĂ€den zu sammeln.

Integration in globale Systeme steht bevor

Der nĂ€chste Schritt ist die Aufnahme von Typ-5-Diabetes in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) der Weltgesundheitsorganisation. Diese formale Anerkennung wird fĂŒr die kommenden Revisionszyklen erwartet.

Langfristig zwingt die neue Klassifikation zum Umdenken in der PrĂ€vention. Gesundheitsprogramme mĂŒssen kĂŒnftig nicht nur Übergewicht bekĂ€mpfen, sondern auch MangelernĂ€hrung in der frĂŒhen Kindheit als Diabetes-Ursache angehen. Die Medizin steht vor der Aufgabe, ein differenzierteres Bild der globalen Diabetes-Epidemie zu zeichnen.

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