Briten verfolgen russische U-Boote im Nordatlantik
09.04.2026 - 13:33:41 | dpa.deGemeinsam mit VerbĂŒndeten, darunter Norwegen, habe GroĂbritannien ein russisches Angriffs-U-Boot und zwei Spionage-U-Boote einen Monat lang verfolgt und beobachtet, sagte Healey bei einer Pressekonferenz in Westminster.
Die drei U-Boote, die den Angaben nach in der NĂ€he von Unterseekabeln kreisten, hĂ€tten sich inzwischen wieder zurĂŒckgezogen. Die Operation der Briten sei beendet. Die U-Boote seien verfolgt worden, um "jegliche böswillige AktivitĂ€t ihrerseits zu verhindern", erklĂ€rte Healey. Ein Kriegsschiff der Royal Navy und ein Flugzeug der Royal Air Force hĂ€tten die russischen U-Boote gemeinsam mit VerbĂŒndeten "rund um die Uhr" ĂŒberwacht.
AktivitÀten bei Kabeln und Pipelines
GroĂbritannien beobachte die AktivitĂ€ten "in der NĂ€he unserer Kabel und Pipelines", sagte der Brite an den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin gerichtet. Putin solle wissen, "dass jeder Versuch, diese zu beschĂ€digen, nicht toleriert wird und schwerwiegende Konsequenzen haben wird".
Immer wieder kommt es zu ZwischenfĂ€llen mit russischen U-Booten und Schiffen. Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland auĂerdem, die von den westlichen Alliierten im Verlauf des Ukraine-Krieges verhĂ€ngten Sanktionen zu umgehen. Die Schiffe werden oft angehalten und ĂŒberprĂŒft. Sie standen in der Vergangenheit auch im Verdacht, am Meeresboden verlegte Kabel mutwillig zu beschĂ€digen.
Russland setzt Kriegsschiffe zum Schutz seiner Schattenflotte ein
Russland werde MaĂnahmen zum Schutz seiner Interessen ergreifen, unter anderem unter Einsatz von Kriegsschiffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge. Russland hatte zuvor angekĂŒndigt, seine Ăltanker bei Gefahr einer Beschlagnahmung durch andere Staaten von der Kriegsmarine begleiten und schĂŒtzen zu lassen.
"In den letzten Monaten waren wir Zeugen wiederholter FĂ€lle von Piraterie in internationalen GewĂ€ssern", sagte Peskow. Demnach "haben diese FĂ€lle von Piraterie unter anderem auch den wirtschaftlichen Interessen der Russischen Föderation geschadet". Der Kremlsprecher reagierte damit auf Berichte Londoner Medien, nach denen die russische Marine zwei Tanker vor der britischen KĂŒste eskortiert habe.
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