EZB, Lösung

EZB mahnt Lösung im Dauerstreit um Einlagensicherung an

14.04.2026 - 12:44:06 | dpa.de

Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) dringt angesichts des angespannten Welthandels auf den Abbau von HĂŒrden im europĂ€ischen Binnenmarkt.

"Die Zentralbanken des Euro-WĂ€hrungsgebiets sind sich einig: Der entscheidende Schritt zur StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit Europas ist ein echter einheitlicher Bankenmarkt, auf dem Kapital und LiquiditĂ€t grenzĂŒberschreitend fließen können und alle Einlagen gleichermaßen geschĂŒtzt sind", betonte EZB-VizeprĂ€sident Luis de Guindos.

Der EZB-Rat fordere die politischen EntscheidungstrĂ€ger nachdrĂŒcklich auf, die KapitalmĂ€rkte zu vertiefen, indem sie Fortschritte bei der Schaffung einer Spar- und Investitionsunion erzielen, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Zudem mahnt die EZB "konkrete Schritte zur Schaffung eines europĂ€ischen Einlagensicherungssystems mit einem klaren Zeitplan fĂŒr die Umsetzung" an.

Seit Jahren streiten die EuropĂ€er ĂŒber eine grenzĂŒbergreifende Sicherung von Kundengeldern (European deposit insurance scheme, kurz: Edis) als dritte SĂ€ule der europĂ€ischen Bankenunion neben gemeinsamer Bankenaufsicht und gemeinsamer Abwicklung von Kriseninstituten. WiderstĂ€nde gibt es in Deutschland, wo es gut gefĂŒllte Töpfe fĂŒr den Notfall gibt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken hierzulande befĂŒrchten, dass mit ihren Geldern Schieflagen von Instituten in anderen Staaten finanziert werden.

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