Aktien Europa: Leichte Verluste vor EZB - MĂ€rkte pendeln sich ein
17.04.2025 - 12:03:59 | dpa.deVor der Zinsentscheidung der EuropĂ€ischen Zentralbank und dem Osterwochenende hielten Investoren sich zurĂŒck.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 0,43 Prozent auf 4.945,16 Punkte. Auch auĂerhalb des Euroraums ging es nach unten. Der Schweizer SMI CH0009980894 sank um 0,38 Prozent auf 11.554,34 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,72 Prozent auf 8.215,85 Punkte.
Experten sprachen trotz der nicht abreiĂenden Nachrichten zum Zollstreit von wachsender Gelassenheit. "An den KapitalmĂ€rkten setzen die ersten Gewöhnungseffekte auf die neuen Rahmenbedingungen des Welthandels durch Donald Trump ein", so Chefvolkswirt Ulrich Kater von der DekaBank. "JĂŒngste AnkĂŒndigungen zu neuen Zöllen und Gegenzöllen lösten an den FinanzmĂ€rkten kaum noch Reaktionen aus." Entwarnung bedeutet dies freilich nicht. "Die AktienmĂ€rkte werden sich in den kommenden Wochen mehr und mehr an die neue RealitĂ€t heranarbeiten, dabei sind weitere Kursschwankungen zu erwarten", prognostiziert Kater.
Einziger Sektor im Plus waren die Ălwerte. Sie reagierten damit auf die Stabilisierung der Ălpreise. Die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Iran gestalten sich schwierig. So erklĂ€rte der amerikanische Finanzminister Scott Bessent, die USA wĂŒrden maximalen Druck ausĂŒben, um Ălexporte des Iran zu verhindern. Zuletzt wurden chinesische Raffinerien sanktioniert, die Rohöl aus dem Iran verarbeitet haben. China zĂ€hlt zu den wichtigsten Ălkunden des Regimes in Teheran.
Im Minus lagen dagegen die Luxuswerte. Nachdem bereits LVMH FR0000121014 die MĂ€rkte verschreckt hatte, gab es nun erneut schlechte Nachrichten. So blieb der Luxuskonzern Hermes FR0000052292 mit seinen Zahlen zum ersten Quartal hinter den Erwartungen zurĂŒck. Mit knapp einem Prozent Abschlag kam die Aktie gleichwohl besser weg als LVMH, denn die EnttĂ€uschung war dann doch ungleich geringer als beim Wettbewerber.
Noch gelassener fiel die Reaktion beim Spirituosenhersteller Pernod Ricard FR0000120693 aus. Die Aktie, die zwar im Sektor der Nahrungs- und Genussmittelhersteller gelistet ist, der aber wegen hochpreisiger Produkte eine gewisse NÀhe zum Luxussegment attestiert wird, gab trotz enttÀuschender Quartalszahlen kaum nach. Die Analysten der UBS sprachen von einem schwachen Europa-GeschÀft. Allerdings sei der Ausblick auf das Gesamtjahr unverÀndert geblieben.
Im Plus lagen unterdessen ABB CH0012221716. Der Schweizer Technologiekonzern hatte im ersten Quartal mit Auftragseingang und Betriebsgewinn die Erwartungen ĂŒbertroffen. Zudem wurde ĂŒberraschend die Abspaltung des Robotik-GeschĂ€fts als eigenstĂ€ndiges Unternehmen angekĂŒndigt. Die Aktie legt um ein Prozent zu.
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