Lufthansa prĂŒft Stillstand fĂŒr dutzende Jets
31.03.2026 - 16:51:20 | dpa.deLufthansa-Chef Carsten Spohr lĂ€sst intern Szenarien prĂŒfen, wegen fehlender Nachfrage einen Teil der Flotte am Boden zu lassen, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Mitarbeiterveranstaltung berichtet. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht direkt kommentieren, rĂ€umte aber spĂ€ter ein, entsprechende Szenarien zu prĂŒfen.
Dem "Handelsblatt" zufolge sollen die Experten die Konsequenzen prĂŒfen, wenn 20 oder gar 40 Flugzeuge dauerhaft stehen bleiben. Das entsprĂ€che 2,5 beziehungsweise 5 Prozent der angebotenen SitzplatzkapazitĂ€t.
Vorzugsweise sollten dafĂŒr Ă€ltere Jets ausgesucht werden, die wegen ihres hohen Treibstoffbedarfs ohnehin kurz vor der Ausmusterung stehen. Bei den Strecken sollen ertragsschwache Verbindungen in Europa auf den PrĂŒfstand gestellt werden.
"Wir wollen frĂŒh vorbereitet sein", sagte Spohr laut der Zeitung mit Blick auf die Folgen des Kriegs im Nahen Osten. Zwar habe Lufthansa den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert. Doch alleine fĂŒr die verbleibende Treibstoffmenge wĂŒrden die gestiegenen Kerosinpreise Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro ausmachen, so dass man um Preiserhöhungen nicht herumkomme. "Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen", wird der Lufthansa-Chef zitiert.
Vorerst will der Konzern die Flugzeuge anderweitig nutzen, die derzeit nicht zu Zielen im Nahen Osten fliegen. Geplant sind zusĂ€tzliche Verbindungen zu verschiedenen Zielen in Indien ebenso wie zu touristisch attraktiven Destinationen auf der iberischen Halbinsel, in Italien und Griechenland. Ăber den Sommer ergebe das rund 1.600 zusĂ€tzliche AbflĂŒge von den Drehkreuzen in Frankfurt, MĂŒnchen, ZĂŒrich, Wien und BrĂŒssel.
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