SPD, Unwuchten

SPD sieht 'Unwuchten' bei PlĂ€nen fĂŒr Gesundheitsreform

18.04.2026 - 17:10:31 | dpa.de

Die SPD im Bundestag sieht bei den ReformplÀnen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Es gebe "Unwuchten augenblicklich zulasten der Versicherten", kritisierte der Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Im parlamentarischen Verfahren werde man sich die einzelnen VorschlÀge genau angucken.

Miersch kritisierte auch, dass sich Warken anscheinend nicht mit der Pharmaindustrie anlegen wolle, etwa beim Thema Herstellerrabatt zum Beispiel bei patentgeschĂŒtzten Medikamenten. "Das ist etwas, wo wir garantiert noch einmal voll hineingehen werden." Ein Thema, das ebenfalls auf dem Tisch liege, sei die weitgehende Finanzierung der Gesundheitsversorgung von GrundsicherungsempfĂ€ngern durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Warken hatte Kernpunkte eines Sparpakets vorgelegt, das die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um 20 Milliarden Euro entlasten soll. Dies wĂ€re mehr als die fĂŒr 2027 erwartete LĂŒcke von 15 Milliarden Euro und soll erneute Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge verhindern. Es geht um Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Ein Gesetzentwurf soll am 29. April ins Bundeskabinett kommen.

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