Ergebnisse, Produktion/Absatz

BNP Paribas zwischen Handelsboom und Kostenanstieg - Aktie verliert

24.04.2025 - 11:18:28 | dpa.de

Die Turbulenzen an den Börsen haben der französischen Großbank BNP Paribas FR0000131104 im ersten Quartal einen Rekord im Aktienhandel beschert.

Die ErtrÀge dieses GeschÀfts legten im Jahresvergleich um 42 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zu, wie das Geldhaus am Donnerstag in Paris mitteilte. Allerdings zehrten konzernweit hohe Kosten die gestiegenen ErtrÀge auf. An der Börse wurden die Zahlen mit EnttÀuschung quittiert.

Die BNP-Aktie verlor am Vormittag zuletzt fast vier Prozent und gehörte zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145. Allerdings wurde das Papier damit immer noch gut ein FĂŒnftel teurer gehandelt als zum Jahreswechsel. Anleger schauten wohl vor allem auf die unerwartet hohen Kosten, schrieb Branchenexperte Joseph Dickerson vom Analysehaus Jefferies.

Im ersten Quartal brachte der Aktienhandel der Großbank noch mehr ein als vom kĂŒhnsten Analysten erwartet. Konzernweit verdiente das Institut mit 2,95 Milliarden Euro dennoch knapp fĂŒnf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, auch weil ihre Kosten Ă€hnlich stark stiegen wie die ErtrĂ€ge. Zudem hatte BNP Anfang 2024 von positiven Sondereffekten profitiert, die sich nun nicht wiederholten.

Die gesamten ErtrĂ€ge stiegen im Jahresvergleich um knapp vier Prozent auf nahezu 13 Milliarden Euro. Die Kosten wuchsen noch etwas stĂ€rker, und auch fĂŒr KreditausfĂ€lle legte BNP Paribas mehr Geld zurĂŒck als Anfang 2024.

Bankchef Jean-Laurent BonnafĂ© sprach von guten GeschĂ€ftszahlen und sieht die Bank auf dem Weg zu ihren Mittelfristzielen. Der MĂ€rz habe einen Wendepunkt gebracht. Er verwies dazu auf die InvestitionsplĂ€ne der kĂŒnftigen deutschen Bundesregierung, die AufrĂŒstung in der EuropĂ€ischen Union und die PlĂ€ne fĂŒr eine Spar- und Investitionsunion in Europa.

FĂŒr Zeit von 2024 bis 2026 sieht BonnafĂ© seine Bank auf Kurs, ihre ErtrĂ€ge im jĂ€hrlichen Schnitt um mehr als fĂŒnf Prozent zu steigern. Der Gewinn soll im Mittel um mehr als sieben Prozent zulegen.

BonnafĂ© ist inzwischen 63 Jahre alt. Wie lange er die Bank noch fĂŒhren kann, soll sich im Mai klĂ€ren. Dann sollen die AktionĂ€re entscheiden, ob sie die Altersgrenze der Bank fĂŒr ihn anheben und ihm eine VertragsverlĂ€ngerung um drei Jahre ermöglichen.

Zuletzt hatte die Bank eingerĂ€umt, dass die geplante Übernahme der Fondssparte des französischen Versicherers Axa FR0000120628 ihre Kapitalbasis stĂ€rker treffen könnte als zuvor gedacht.

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