Börsen/Aktien, Börsenschluss

Aktien Wien Schluss: Leichte Gewinne

17.09.2024 - 18:20:31 | dpa.de

Die Wiener Börse hat am Dienstag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve mit leichten ZuwÀchsen geschlossen.

Der Leitindex ATX AT0000999982 schloss 0,15 Prozent höher bei 3.600,36 Punkten. ATX Prime gewann 0,13 Prozent auf 1.799,88 Punkte. Auch an anderen europÀischen Börsen ging es nach oben.

Diese Handelswoche steht im Zeichen der Zinsentscheidung der Fed, die am Mittwoch fallen wird. Am Markt wird davon ausgegangen, dass die Fed die Zinsen senken wird. Wie stark die Senkung ausfallen wird, ist jedoch offen. Zuletzt spekulierten zunehmend Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer auf eine Senkung um 0,50 Prozentpunkte.

Am Dienstag wurden Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht, die ĂŒberraschend robust ausfielen und die Erwartungen auf grĂ¶ĂŸere Zinssenkungen eher dĂ€mpften. Ihres Erachtens wĂŒrden die Zahlen insgesamt "nicht zur Rechtfertigung eines großen Lockerungsschrittes der Fed" dienen, schrieb etwa Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz erwartet ebenfalls eine Zinssenkung der Fed um 0,25 Punkte. Ein Soft-Landing der US-Wirtschaft bleibe das Basisszenario, so Mayr.

In der Eurozone wurden die Zinsen in diesem Jahr bereits zwei Mal gesenkt. Bei der Zinssenkung am vergangenen Donnerstag hat EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde den weiteren Kurs der Notenbank offen gelassen. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung im Oktober sei "sehr gering", sagte nun am Dienstag der lettische NotenbankprĂ€sident Gediminas Simkus. Nach EinschĂ€tzung von Simkus ist die Zinssitzung im Dezember der wahrscheinlichste Zeitpunkt fĂŒr die dritte Senkung in diesem Jahr.

In Wien verlief der Dienstag meldungsarm. An die Spitze des ATX stellten sich die Aktien von AT&S mit einem Kursplus von 5,6 Prozent. Damit schlossen sich die Aktien des Leiterplattenherstellers dem europÀischen Trend an. In ganz Europa zeigten sich Aktien mit Tech-Bezug gesucht.

Auf der Verliererseite standen hingegen Aktien aus dem Immobiliensektor. Am unteren Ende des Leitindex sackten Immofinanz AT0000809058 14,9 Prozent ab und CA Immo verloren 2,5 Prozent. Die Immofinanz setzt ihren Plan um, die s Immo völlig zu ĂŒbernehmen und die MinderheitsaktionĂ€re ĂŒber eine Barabfindung auszuschließen, teilte die s Immo bereits am Freitag mit.

Auch die Aktien aus der Versicherungsbranche zeigten sich mit einem kleinen Minus. Vienna Insurance verloren 0,2 Prozent und die Anteilsscheine von UNIQA gaben 0,1 Prozent nach.

Nach den starken ZuwĂ€chsen von 6,7 Prozent fĂŒr Strabag zu Wochenbeginn, bewegten sich die Papiere des Baukonzerns am Dienstag wieder um 2,2 Prozent nach unten.

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