DSGVO 2026: Neue Regeln, mehr Kontrollen, mehr Klarheit
25.03.2026 - 04:39:46 | boerse-global.deDeutsche Unternehmen mĂŒssen ihre Datenschutzstrategien ĂŒberarbeiten. Vier parallele Entwicklungen â von EU-Kontrollen bis zu neuen Gesetzen â verĂ€ndern das Compliance-Umfeld grundlegend.
EDPB startet europaweite Transparenz-Offensive
Der EuropĂ€ische Datenschutzausschuss (EDPB) hat eine groĂ angelegte PrĂŒfaktion gestartet. Im Fokus stehen die Transparenzpflichten der DSGVO. 25 Aufsichtsbehörden, darunter die deutschen, werden 2026 prĂŒfen, ob Unternehmen ihre Kunden klar ĂŒber die Datennutzung informieren. Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr Kontrollen steigt damit deutlich. Bis Jahresende sollen die Ergebnisse in einem EU-Bericht zusammengefasst werden â die Basis fĂŒr gezielte FolgemaĂnahmen.
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Deutsche Aufseher fordern Entlastung fĂŒr KMU
Die deutsche Datenschutzkonferenz (DSK) schlĂ€gt konkrete Vereinfachungen vor. Ein Kernpunkt: Die Herstellerverantwortung fĂŒr Software und Hardware soll gestĂ€rkt werden. Bisher mĂŒssen Anwender oft mĂŒhsam nachrĂŒsten, was Hersteller von vornherein hĂ€tten datenschutzfreundlich gestalten können. Die DSK will dies Ă€ndern â Ă€hnlich wie im geplanten Cyber Resilience Act. FĂŒr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wĂ€re das eine enorme Erleichterung. Zudem fordert die Behördenkonferenz BĂŒrokratieabbau, etwa die Abschaffung der Meldepflicht fĂŒr Datenschutzbeauftragte.
EuGH setzt Grenzen fĂŒr Auskunftsersuchen
Der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) hat eine wichtige Klarstellung getroffen. Das Auskunftsrecht nach Artikel 15 DSGVO ist nicht schrankenlos. In einem Urteil vom 20. MĂ€rz fĂŒhrte das Gericht eine "KausalitĂ€tsbremse" ein. Unternehmen mĂŒssen AuskunftsantrĂ€ge nicht bearbeiten, wenn eine missbrĂ€uchliche Absicht nachweisbar ist. Entscheidend sind dabei objektive UmstĂ€nde und die subjektive Absicht, unrechtmĂ€Ăig Vorteile â etwa Schadensersatz â zu erlangen. Diese Entscheidung gibt Unternehmen endlich eine Handhabe gegen systematische oder unseriöse Anfragen.
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Bundestag entscheidet ĂŒber neue Daten-Gesetze
Am 26. MĂ€rz steht im Bundestag die Umsetzung zweier zentraler EU-Gesetze an: des Data Act und des Daten-Governance-Gesetzes (DGG). Sie schaffen neue Spielregeln fĂŒr den Datenzugang, insbesondere bei vernetzten Produkten und im GeschĂ€ft mit der öffentlichen Hand. Der Data Act verpflichtet Hersteller, Daten ihrer IoT-GerĂ€te standardmĂ€Ăig fĂŒr Nutzer zugĂ€nglich zu machen. Das DGG regelt die Weiterverwendung von Behörden-Daten. Beide Gesetze schaffen zwar keine neuen DSGVO-Regeln, verĂ€ndern aber das gesamte Daten-Ăkosystem, in dem Unternehmen agieren mĂŒssen.
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