Verbotene Russland-Exporte - Zwei VerdÀchtige in U-Haft
03.02.2026 - 11:09:23 | dpa.deEin Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof setzte die Haftbefehle gegen die beiden MĂ€nner in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mitteilte. Die Behörde hatte gestern in und um LĂŒbeck insgesamt fĂŒnf VerdĂ€chtige festnehmen lassen. Auch die ĂŒbrigen drei Beschuldigten sollen heute in Karlsruhe dem Richter vorgefĂŒhrt werden.
Die Bundesanwaltschaft wirft den MĂ€nnern vor, ĂŒber eine Scheinfirma GĂŒter besorgt und nach Russland exportiert haben, um Embargo-Bestimmungen der EuropĂ€ischen Union zu umgehen. AusfuhrbeschrĂ€nkungen sind ein elementarer Bestandteil der Sanktionen, mit denen die EU auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert. Sie sehen vor, dass europĂ€ische Unternehmen bestimmte Erzeugnisse nicht mehr nach Russland verkaufen dĂŒrfen.
Steckten staatliche Stellen Russlands dahinter?
Die Beschuldigten sollen nach aktuellem Stand der Ermittlungen rund 16.000 Lieferungen nach Russland veranlasst haben. Der Gesamtwert der GeschĂ€fte liegt laut Bundesanwaltschaft bei mindestens 30 Millionen Euro. Zu den Endabnehmern der GĂŒter sollen 24 russische RĂŒstungsunternehmen gehören. Hinter dem Netzwerk vermuten die Ermittler staatliche Stellen in Russland.
Beamte des Zollkriminalamts hatten die Beschuldigten am Montagmorgen in LĂŒbeck und im nahe gelegenen Kreis Herzogtum Lauenburg festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in Frankfurt am Main, NĂŒrnberg, im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern sowie im schleswig-holsteinischen Kreis Ostholstein. Diese richteten sich laut Bundesanwaltschaft auch gegen fĂŒnf weitere Beschuldigte, die auf freiem FuĂ sind.
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