Aktien, Europa

Aktien Europa: Schwach - energieintensive Sektoren unter Druck

19.03.2026 - 12:15:05 | dpa.de

Europas Börsen haben am Donnerstag deutlich verloren.

Die Ausweitung des Irankrieges auf die Infrastruktur anderer LĂ€nder in der Golfregion hat Sorgen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen verstĂ€rkt, nachdem in Katar fĂŒr den Weltmarkt bedeutende FlĂŒssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschĂ€digt worden waren.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag rund zwei Prozent auf 5.618,48 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 gab um 1,68 Prozent auf 12.550,54 Punkte nach, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 zwei Prozent tiefer mit 10.102,21 Punkten notierte.

Zudem warf der Verfallstermin am Freitag seine Schatten voraus. "Die Stimmung auf dem Börsenparkett verschlechtert sich im Gleichklang mit der abnehmenden Bereitschaft der institutionellen Anleger, weiter hohe Aktienquoten in ihren Portfolios halten zu wollen", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, dazu an. "Bereits in den vergangenen Handelswochen hat sich abgezeichnet, dass sich die Stimmung zum großen Verfallstermin am Freitag hin grundsĂ€tzlich Ă€ndern könnte." HĂ€tten viele institutionelle Investoren bislang nur mit einem kurzen militĂ€rischen Schlagabtausch gerechnet, befĂŒrchte man nun stĂ€rkere und lĂ€nger anhaltende Auswirkungen.

Die Entwicklung der Einzelsektoren spiegelte die jĂŒngste Entwicklung wider. Einziger Sektor im Plus waren Ölwerte. Massive Verluste erlitten dagegen energieintensive und konjunkturabhĂ€ngige Werte. So bĂŒĂŸten Stahltitel deutlich ein, ArcelorMittal LU1598757687 etwa fielen um 6,5 Prozent. Zu den Verlierern zĂ€hlten zudem Auto- und Baustoffwerte sowie die Fluggesellschaften. Hier kamen Air France-KLM FR001400J770 mit fĂŒnf Prozent Abschlag unter Druck.

Auch der zinssensible Immobiliensektor gab ĂŒberdurchschnittlich nach. Er reagierte damit auf die Inflationssorgen, die von den gestiegenen Energiepreisen angeheizt wurden und sich in steigenden Anleiherenditen niederschlugen. Das Schwergewicht Vonovia DE000A1ML7J1 belastet dabei den Sektor mit ĂŒber acht Prozent Verlust. Die Zahlen des Wohnungskonzerns seien eher durchwachsen ausgefallen, hieß es von JPMorgan.

Unter den kleineren Werten lagen DocMorris CH0042615283 leicht im Plus. Die Versandapotheke hatte fĂŒr 2025 zwar erneut tiefrote Zahlen berichtet. Gleichzeitig wurden die Erwartungen beim operativen Ergebnis jedoch erfĂŒllt. Zudem bekrĂ€ftigte das Unternehmen seine Ziele fĂŒr 2026.

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