Europa Schluss: Tech-Bilanzen und Fed verhindern höhere Gewinne
27.01.2026 - 18:36:55 | dpa.deDer Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte um 0,62 Prozent auf 5.994,59 Punkte zu und baute somit seine moderaten Gewinne vom Wochenauftakt aus. Kurzzeitig lieĂ der Index wieder die runde Marke von 6.000 Punkten hinter sich.
Gegen gröĂere Gewinne sprach nach Aussage von Marktteilnehmern die kurz bevorstehenden Quartalsbilanzen der Unternehmen, zuvorderst die der Tech-Giganten aus den USA. Auch die Sitzung der US-Notenbank Fed mit der Zinsentscheidung am Mittwochabend spreche fĂŒr ein zurĂŒckhaltendes Agieren der Investoren.
AuĂerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 0,58 Prozent auf 10.207,80 ZĂ€hler. Seit Anfang des Jahres hĂ€lt sich der "Footsie" ĂŒber der 10.000er Marke mit einem Rekordhoch Mitte des Monats. FĂŒr den Schweizer SMI CH0009980894 ging es am Dienstag um 0,56 Prozent auf 13.216,23 Punkte nach oben.
Neben einer ganzen Reihe anstehender Zahlen von US-Schwergewichten dĂ€mpfte der bevorstehende Zinsentscheid der US-Notenbank das Handelsgeschehen. Der Leitzins dĂŒrfte sich dabei aus Sicht von Experten nicht Ă€ndern. "Eine weitere Zinssenkung wird es voraussichtlich erst unter einem neuen Fed-Chef geben, nachdem die vierjĂ€hrige Amtszeit des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell im Mai endet", erwartet Volkswirt Felix Schmidt von der Berenberg Bank.
StĂ€rkster Sektor waren die Banken. Der Branchenindex EU0009658806 Stoxx 600 Banks erreichte den höchsten Stand seit 2008. Er setzte damit den AufwĂ€rtstrend der vergangenen Monate fort. In London erreichte die GroĂbank HSBC mit einem Kursplus von fast drei Prozent als erste europĂ€ische Bank einen Börsenwert von umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar.
Ein Plus von knapp einem Prozent verzeichneten Roche CH0012032048. Der Schweizer Pharmakonzern hatte in Studien positive Ergebnisse mit einem Mittel gegen starkes Ăbergewicht (Adipositas) erzielt.
GegensÀtzliche Impulse gab es unter den Industriewerten. Aktien von Alstom FR0010220475 verloren knapp ein Prozent. Experte William Mackie vom Investmenthaus Kepler Cheuvreux hatte sie auf "Reduce" abgestuft. Dagegen legten ABB CH0012221716 um knapp zwei Prozent zu, nachdem Kepler Cheuvreux zum Kauf der Aktien geraten hatte.
In London fielen die Aktien der Sage Group um rund fĂŒnf Prozent auf ein Tief seit Ende 2024. Die US-Bank Jefferies wies darauf hin, dass der britische Software-Entwickler mit den Erlösen durch den Einsatz KĂŒnstlicher Intelligenz noch am Anfang stehe.
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