Evotec Aktie: Tubulis-Windfall
09.04.2026 - 04:29:05 | boerse-global.deDie Evotec-Aktie legt heute kräftig zu — und das gleich aus zwei Richtungen. Einerseits sorgten die finalen Jahreszahlen für 2025 für Erleichterung, andererseits bringt die Übernahme des Münchener Biotechunternehmens Tubulis durch Gilead einen unerwarteten Geldsegen.
Durch den Deal erhält Evotec — das mit 3,14 Prozent an Tubulis beteiligt ist — Voraberlöse von rund 100 Millionen Dollar. Hinzu kommen potenzielle Meilensteinzahlungen von bis zu 58 Millionen Dollar. RBC-Analyst Charles Weston beziffert den Vorabanteil auf rund 11 Prozent des aktuellen Börsenwerts — eine beachtliche Summe für ein Unternehmen, das seit Jahren auf Profitabilitätskurs kämpft.
Verluste halbiert, Kurs noch tief
Die 2025er Zahlen zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Der Nettoverlust schrumpfte auf knapp 104 Millionen Euro — nach über 196 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz gab leicht auf rund 788 Millionen Euro nach, das bereinigte EBITDA kletterte jedoch auf 41 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie 2024. Eine Dividende bleibt dennoch aus: Ausschüttungsfähige Gewinne gibt es nicht, und vorhandene Mittel sollen ins Wachstum fließen.
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Der Aktienkurs spiegelt den langen Weg zurück: Seit dem Jahreswechsel liegt das Minus bei rund 10 Prozent, über drei Jahre summieren sich die Verluste auf mehr als drei Viertel des Wertes.
2026: Umbau auf eigene Kosten
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen ein Übergangsjahr. Der Umsatz soll zwischen 700 und 780 Millionen Euro liegen, das bereinigte EBITDA zwischen null und 40 Millionen Euro. Gleichzeitig läuft der Konzernumbau auf Hochtouren: Bis Ende 2027 sollen vier Standorte geschlossen, rund 800 Stellen abgebaut und jährliche Kosteneinsparungen von etwa 75 Millionen Euro erreicht werden — allerdings bei Restrukturierungskosten von rund 100 Millionen Euro, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2026 anfallen dürften.
Mittelfristig ist das Ziel klar formuliert: Bis 2030 soll der Umsatz auf über eine Milliarde Euro steigen, die bereinigte EBITDA-Marge soll 2028 die 20-Prozent-Marke knacken. Ob das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell das Biologics-Geschäft — zuletzt mit einem Umsatzplus von fast 40 Prozent auf 259 Millionen Euro der einzige echte Wachstumstreiber — seine Dynamik halten kann, während das Kerngeschäft in der Wirkstoffforschung weiter unter Druck steht.
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