Exelon, Aktie

Exelon Aktie: Maryland-Gesetz fix!

14.04.2026 - 18:18:01 | boerse-global.de

Maryland verabschiedet Gesetz zur Strompreisgestaltung, das Exelons Tochtergesellschaft BGE vor Investitionsrisiken warnt. Die Aktie verliert deutlich.

Exelon Aktie: Maryland-Gesetz fix! - Foto: über boerse-global.de

Maryland zieht die Zügel an. Mit dem „Utility RELIEF Act“ reagiert der US-Bundesstaat auf die steigenden Energiekosten der Bürger. Für den Versorger Exelon bedeutet das neue Spielregeln bei der Preisgestaltung.

Das Parlament in Maryland hat das Gesetz am 13. April verabschiedet. Gouverneur Wes Moore will die Reform zeitnah unterzeichnen. Ein Kernpunkt: Versorger dürfen Managergehälter oberhalb bestimmter Grenzen nicht mehr über die Stromtarife refinanzieren. Parallel dazu orientieren sich die Preise künftig an historischen Kosten. Bisher dienten oft optimistische Zukunftsprognosen als Basis für Preiserhöhungen.

Warnung vor Investitionsstau

Die Exelon-Tochter BGE warnt vor den Folgen. Zwar entlastet das Gesetz kurzfristig die Haushalte, die langfristige Sicherheit des Netzes könnte jedoch leiden. Das Management befürchtet, dass notwendige Investitionen in die Infrastruktur nun schwieriger zu finanzieren sind.

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Die Börse reagiert verschnupft. Die Aktie verliert heute 2,42 Prozent und notiert bei 40,60 Euro. Damit entfernt sich das Papier weiter von seinem März-Hoch bei 43,70 Euro. Der RSI von 42,6 deutet darauf hin, dass der Titel noch nicht im überverkauften Bereich angekommen ist.

Milliarden-Pläne trotz Gegenwind

Trotz des regulatorischen Drucks hält Exelon an seinen massiven Ausbauplänen fest. Bis 2029 will der Konzern 41,3 Milliarden US-Dollar investieren. Der Hunger nach Strom ist groß. Besonders der Boom neuer Rechenzentren treibt die Nachfrage massiv an. Exelon strebt ein jährliches Wachstum der Tarifbasis von acht Prozent an. Institutionelle Investoren halten rund 81 Prozent der Anteile und stützen diesen Kurs bisher.

Die Dividende bleibt ein zentrales Argument für Aktionäre. Exelon zahlt aktuell 0,42 US-Dollar pro Quartal. Das entspricht einer Rendite von etwa 3,5 Prozent. Bis 2029 plant der Konzern, die Ausschüttung jährlich um fünf Prozent zu steigern. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 2,81 und 2,91 US-Dollar je Aktie an.

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