Ferrexpo Aktie: Gefährlicher Engpass
08.04.2026 - 04:15:13 | boerse-global.deDer Eisenerzproduzent Ferrexpo kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig um seine Liquidität. Einbehaltene Steuerrückerstattungen in der Ukraine und eingefrorene Gelder bei einer Schweizer Bank zwingen das Management zu drastischen Sparmaßnahmen. Um den operativen Betrieb über den Sommer hinaus zu sichern, prüft das Unternehmen derzeit verschiedene Finanzierungsoptionen, darunter auch eine mögliche Kapitalerhöhung.
Blockierte Millionen
Hauptgrund für die angespannte Lage sind ausbleibende Mehrwertsteuer-Rückerstattungen durch die ukrainischen Behörden. Bis Ende März summierte sich dieser Fehlbetrag auf rund 80 Millionen US-Dollar. Erschwerend kommt hinzu, dass weitere Mittel bei der Schweizer MBaer Merchant Bank AG feststecken. Dem Institut wurde kürzlich die Lizenz entzogen, was eine schnelle Rückholung der Einlagen blockiert. Ohne diese eingefrorenen Gelder belief sich die frei verfügbare Nettoliquidität von Ferrexpo Ende März auf lediglich 22 Millionen US-Dollar.
Notbetrieb und Sparmaßnahmen
Als Reaktion auf den finanziellen Druck hat das Unternehmen die Ausgaben massiv nach unten gefahren. Das Management kürzte die Arbeitszeiten der Belegschaft und stoppte sämtliche nicht zwingend notwendigen Investitionen sowie Beschaffungen. Trotz dieser widrigen Umstände läuft zumindest ein Teil der Produktion weiter. Seit Februar ist eine Pellet-Anlage wieder in Betrieb, nachdem sich die Stromversorgung und die Energiepreise in der Ukraine nach früheren Angriffen auf die Infrastruktur stabilisiert hatten.
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Die angespannte Situation wirkt sich auch auf die formelle Berichterstattung aus. Ferrexpo benötigt mehr Zeit für den Jahresabschluss und plant die Veröffentlichung nun spätestens für den 30. April. Bis dahin sucht das Management unter Hochdruck nach frischem Kapital. Das Unternehmen warnt offen: Gelingt die Finanzierung nicht und bleiben die Steuerrückerstattungen weiter aus, drohen dem gesamten Konzern erhebliche negative Konsequenzen.
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