Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Insolvenz und Geldnot!

20.04.2026 - 04:58:35 | boerse-global.de

Der ukrainische Eisenerzproduzent Ferrexpo kämpft mit einem massiven Produktionseinbruch und akuter Geldknappheit. Die Liquidität reicht voraussichtlich nur bis Juni, während ein Insolvenzverfahren läuft.

Ferrexpo Aktie: Insolvenz und Geldnot! - Foto: über boerse-global.de
Ferrexpo Aktie: Insolvenz und Geldnot! - Foto: über boerse-global.de

Ferrexpo steckt in der schwersten Krise seit Jahren. Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur haben die Produktion nahezu zum Erliegen gebracht — und die Kasse leert sich schneller, als das Management gegensteuern kann.

Produktion bricht auf ein Viertel ein

Im ersten Quartal 2026 produzierte Ferrexpo gerade noch 593.000 Tonnen Eisenerz-Pellets. Das sind 45 Prozent weniger als im Vorquartal und 72 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Grund: Anhaltende Angriffe auf ukrainische Strom- und Übertragungsnetze zwangen das Unternehmen, den Betrieb im Januar weitgehend einzustellen.

Ende Februar lief eine von vier Pelletierungslinien im Werk Poltava wieder an. Mehr nicht. Die Produktion von Premium-Pellets lag bei 525.000 Tonnen, das kommerzielle Konzentrat brach auf magere 68.000 Tonnen ein.

Kasse reicht nur bis Juni

Die finanzielle Lage ist ernst. Ende März verfügte Ferrexpo über rund 35 Millionen Dollar an verfügbaren Mitteln — davon nur 22 Millionen tatsächlich abrufbar. Zum Jahresende 2025 waren es noch 47 Millionen Dollar. Das Management schätzt, dass die Liquidität mindestens bis Juni 2026 reicht. Danach wird es eng.

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Erschwerend kommt hinzu: Die ukrainischen Behörden halten Mehrwertsteuererstattungen zurück. Der ausstehende Betrag soll bis Ende März auf rund 80 Millionen Dollar angewachsen sein. Ferrexpo prüft verschiedene Finanzierungsoptionen — eine Kapitalerhöhung eingeschlossen. Ob das gelingt, ist offen. Fitch stufte das Unternehmen am 16. April auf "CC" herab und warnte, dass das Geld ohne Produktionserholung im zweiten Quartal nicht für Betrieb und Investitionen reicht.

Insolvenzverfahren gegen Tochtergesellschaft

Die Lage wird durch einen Rechtsstreit verschärft. Ein ukrainisches Gericht eröffnete im Februar 2026 ein Insolvenzverfahren gegen die Haupttochter Ferrexpo Poltava Mining und setzte einen Insolvenzverwalter ein. Hintergrund ist eine umstrittene Bürgschaftsforderung von rund 4,73 Milliarden Hrywnja — umgerechnet etwa 114 Millionen Dollar. Ferrexpo hält die Forderung für unbegründet und will Berufung einlegen. Das Verfahren läuft trotzdem weiter.

Interims-Verwaltungsratschef Lucio Genovese hat harte Sparmaßnahmen angekündigt: Kurzarbeit, Einkaufskürzungen, Stopp aller nicht zwingend notwendigen Investitionen. Das Ziel: Liquidität sichern, solange die Lage ungeklärt ist.

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Die Jahreszahlen für 2025 will Ferrexpo noch im April vorlegen. Den nächsten Produktionsbericht für das zweite Quartal gibt es im Juli 2026 — dann wird sich zeigen, ob die Erholung reicht, um die Finanzierungslücke zu schließen.

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