BAU, Einheit

IG BAU: 35 Jahre nach Einheit gleicher Lohn in Ost und West

30.03.2026 - 11:02:17 | dpa.de

Gut 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gilt ab dem 1.

April auf Baustellen in Ost- und Westdeutschland erstmals ein einheitlicher Lohn. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) steigen dann die GehĂ€lter im Osten mit 5,3 Prozent noch einmal stĂ€rker als im Westen (plus 3,9 Prozent), um die ĂŒber lange Jahre bestehende LĂŒcke zu schließen.

Der Gewerkschafts-Vize Carsten Burckhardt bezeichnete den Vollzug der dritten Stufe des 2024 geschlossenen Tarifvertrags als historischen Schritt. "Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung gilt endlich: Ein Land - ein Lohn, ein Gehalt. Mit der vollstĂ€ndigen Angleichung der Einkommen in Ost und West wird eine jahrzehntelange Ungleichbehandlung beendet", erklĂ€rt er laut einer Mitteilung. Darauf habe man mit großer HartnĂ€ckigkeit hingearbeitet, unter anderem mit einem knapp dreiwöchigen Streik.

Im Bauhauptgewerbe arbeiten deutschlandweit rund 920.000 Frauen und MÀnner, allein im Westen sind es deutlich mehr als 600.000. Der derzeitige Tarifvertrag lÀuft laut IG BAU am 31. MÀrz 2027 aus.

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