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AKTIEN IM FOKUS: Deutsche Bank nach Zahlen gefragt - DWS nach Zahlen geschmÀht

29.04.2025 - 12:10:23 | dpa.de

Hochgelobte Zahlen haben die Deutsche-Bank-Aktie DE0005140008 beflĂŒgelt.

Anders sah dies bei dem Papier der Fonds-Tochter DWS DE000DWS1007 aus. Hier sorgte das Ergebnis fĂŒr Kursverluste. Die Aktie der Deutschen Bank legte als einer der Spitzenwerte im Dax DE0008469008 gegen Mittag um 1,3 Prozent auf 22,71 Euro zu. Zeitweise ging es bis auf knapp 23,44 Euro hoch, womit sie sich ihrem Ende MĂ€rz erreichten Zehnjahreshoch bei 23,54 Euro wieder deutlich annĂ€herte.

Dagegen vollzog das Papier der DWS im MDax DE0008467416 eine Berg- und Talfahrt und gab zuletzt ein halbes Prozent auf 45,44 Euro ab. Zum Handelsstart war es noch bis zu zwei Prozent auf 46,50 Euro nach oben gegangen. Direkt darauf sackte das DWS-Papier jedoch bis auf 44,38 Euro ab, wobei die 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend signalisiert, eine wichtige UnterstĂŒtzung bot, denn sie verlĂ€uft in diesem Bereich.

Vom Zwischentief am 7. April, infolge der ausgelösten Marktturbulenzen durch die massiven US-Zollpakete, hat sich die DWS-Aktie allerdings bereits wieder um rund 30 Prozent erholt.

Bei der Deutschen Bank lobte JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein die "durch die Bank starken Zahlen". Das Unternehmen gewinne weiterhin Marktanteile und habe im GeschÀft mit festverzinslichen Papieren und Devisen mit einem satten Plus von 17 Prozent im Jahresvergleich die weltweiten Wettbewerber hinter sich gelassen.

"Noch wichtiger aber ist, dass die Bank ihre Kostenprognose fĂŒr dieses Jahr auf ein VerhĂ€ltnis von Kosten zu ErtrĂ€gen von unter 65 Prozent beibehĂ€lt", schrieb Abouhossein. Er sieht das Finanzinstitut zudem auf einem guten Weg, 2025 eine Rendite auf das Eigenkapital von ĂŒber zehn Prozent zu erreichen.

Das Urteil seiner Kollegin Angeliki Bairaktari zur DWS fiel dagegen verhalten aus. Zwar seien die Erwartungen ĂŒbertroffen worden, doch sei die "QualitĂ€t gering", schrieb die JPMorgan-Analystin zur Fondstochter der Deutschen Bank. Dabei verwies sie vor allem auf den höher als erwarteten bereinigten Gewinn vor Steuern, der von der Steigerung der Performance-GebĂŒhren und sonstigen ErtrĂ€gen profitiert habe. Zudem hĂ€tten die bereinigten Kosten recht deutlich ĂŒber der KonsensschĂ€tzung gelegen, und statt NettomittelzuflĂŒssen im Bereich Alternatives seien AbflĂŒsse gemeldet worden.

In dasselbe Horn blies UBS-Analyst Michael Werner, der eine negative Aktienreaktion bereits erwartet hatte. Auch er schrieb, dass die positive Entwicklung des Vermögensverwalters "ausschließlich sonstigen ErtrĂ€gen" zu verdanken gewesen sei. Das aber dĂŒrfte nicht nachhaltig sein, kommentierte er. Die VerwaltungsgebĂŒhren hĂ€tten zudem die Erwartungen verfehlt und auch das verwaltete Vermögen. Insgesamt rechnet er nun mit wachsenden Zweifeln an der FĂ€higkeit der DWS, ihr angestrebtes VerhĂ€ltnis von Verwaltungsaufwand zum operativen Gesamtertrag von unter 59 Prozent fĂŒr 2025 zu erreichen.

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