Immobilienpreise steigen wieder – doch der Wohnungsbau stottert
17.04.2026 - 18:19:32 | boerse-global.deDas zeigt der aktuelle Empirica-Index für das erste Quartal 2026. Besonders Neubauwohnungen werden teurer. Doch der dringend benötigte Wohnungsbau kommt nicht in Schwung.
Neubau-Preise legen zu – Bestand erholt sich
Der Empirica-Immobilienpreisindex verzeichnet fĂĽr neue Wohnungen ein Plus von 0,2 Prozent zum Vorquartal. Im Jahresvergleich stiegen die Preise sogar um 1,6 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt nun bei 5.175 Euro.
Angesichts steigender Neubaupreise gewinnt die steuerliche Gestaltung für Immobilienbesitzer massiv an Bedeutung. Dieser kostenlose Ratgeber erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie durch die degressive AfA und Sonderabschreibungen Ihre Liquidität sofort spürbar verbessern. Jetzt kostenlosen Abschreibungs-Leitfaden sichern
Experten führen den Aufwärtstrend auch auf die degressive Abschreibung für neue Eigentumswohnungen zurück. Diese wirke preistreibend. Im Bestandsmarkt zeigt sich eine erste Erholung: Laut Postbank Wohnatlas stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen 2025 erstmals seit drei Jahren wieder real um 0,6 Prozent.
Potsdam sticht heraus – München bleibt Spitzenreiter
Die regionale Entwicklung ist extrem unterschiedlich. Spitzenreiter 2025 war Potsdam mit einem realen Preissprung von 14,3 Prozent auf 5.897 Euro pro Quadratmeter. Auch Sachsen (+5,2%) und Rheinland-Pfalz (+3,0%) legten zu.
Thüringen (-5,2%) und Nordfriesland (-7,4%) mussten dagegen Rückgänge hinnehmen. In den sieben größten Metropolen stiegen die Preise im Schnitt nur leicht um 0,2 Prozent. München hält mit Quadratmeterpreisen um 9.070 Euro weiter die Spitze.
Baugenehmigungen steigen – reichen aber bei weitem nicht
Trotz positiver Preissignale bleibt der Wohnungsbau das groĂźe Problem. Zwar stiegen die Baugenehmigungen im Februar 2026 um 24 Prozent auf 22.200 Einheiten. FĂĽr die ersten beiden Monate summiert sich das Plus auf 16,2 Prozent.
Ob in München oder Potsdam – wer heute in Immobilien investiert, sollte auch die aktuellen Mietpreise in seiner Region genau im Blick behalten. In nur 5 Minuten erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie Ihre Miete rechtssicher begründen und teure Fehler bei der Preisanpassung vermeiden. Kostenlosen Mietspiegel-Report 2026 herunterladen
Doch diese Zahlen liegen weit unter dem Bedarf. Der Baugewerbeverband ZDB schätzt den Mindestbedarf auf 30.000 Genehmigungen pro Monat. Das aktuelle Niveau reicht also nicht aus, um die Wohnungsknappheit zu lindern.
Geopolitik und Kosten bremsen die Bauwirtschaft
Die Bauwirtschaft blickt besorgt in die Zukunft. Das Ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau trübt sich wieder ein. Ein Hauptgrund sind die geopolitischen Spannungen.
Die iranische Blockade der Straße von Hormus trieb die Kosten für Baumaterialien und Energie zuletzt in die Höhe. Der Dieselpreis explodierte, Bitumen-Dachbahnen wurden im März und April um insgesamt 25 Prozent teurer. Für Mai werden weitere 20 Prozent erwartet.
Diese Kostenspirale gefährdet politische Initiativen wie den "Bau-Turbo". Experten rechnen für 2026 nur noch mit 175.000 fertiggestellten Wohnungen – ein deutlicher Rückgang.
Neue Höchststände in Sicht?
Trotz aller Hindernisse könnten die Immobilienpreise weiter steigen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet, dass sie bis 2028 einen neuen Höchststand erreichen.
Die Triebfeder bleibt der fundamentale Wohnraummangel in Ballungszentren. Die aktuelle, fragile Stabilisierung bietet laut Marktbeobachtern Chancen fĂĽr langfristige Investoren. Die Knappheit des Gutes Wohnraum wirke langfristig wertsteigernd.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
