Heidelberger Druck sieht Erholung der Auftragslage - 2023/ 2024 stabil
15.05.2024 - 10:34:30 | dpa.deDer Auftragseingang in den drei Monaten bis Ende MĂ€rz habe sich mit knapp 600 Millionen Euro "deutlich verbessert", teilte das im SDax DE0009653386 notierte Unternehmen am Mittwoch in Heidelberg mit. Noch im dritten GeschĂ€ftsquartal war die Situation deutlich schwĂ€cher - nun seien die GeschĂ€fte in Asien, insbesondere in China, besser gelaufen. An der Börse zeigten sich Anleger zunĂ€chst erfreut. Der Preis fĂŒr eine Aktie des Unternehmens stieg im frĂŒhen Handel erstmals seit einem Monat wieder ĂŒber die Marke von einem Euro das StĂŒck. Zuletzt gab das Papier aber um 0,9 Prozent nach.
Wie der Hersteller von Druckmaschinen weiter mitteilte, lag der Auftragseingang des GesamtgeschÀftsjahres damit rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Ende April hatte der Chefaufseher Martin Sonnenschein bereits eine Verbesserung der GeschÀftslage im Zuge der wichtigen Branchenmesse Drupa in Aussicht gestellt. "ErfahrungsgemÀà ist der Markt vor der Weltmesse Drupa immer schwierig", sagte er in einem Bericht der "Wirtschaftswoche". Jedoch sei im zweiten Halbjahr 2024 "eine Belebung zu erwarten". Die Messe findet vom 28. Mai bis 7. Juni statt.
Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank betonte, dass der Auftragseingang des GeschĂ€ftsjahres "klar besser" ausgefallen sei als in der gesamten Branche. Er lobte zudem den starken freien Mittelzufluss (Free Cashflow), der mit rund 50 Millionen Euro auf dem höchsten Stand seit ĂŒber zehn Jahren sei.
Auf Basis vorlĂ€ufiger Zahlen konnte der Hersteller von Druckmaschinen im abgeschlossenen GeschĂ€ftsjahr (per Ende MĂ€rz) den Umsatz bei rund 2,4 Milliarden Euro stabil halten. Auch im TagesgeschĂ€ft verdienten die Heidelberger beim um SondereinflĂŒsse bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in etwa so viel wie im Jahr zuvor, sodass die entsprechende Gewinnmarge bei 7,2 Prozent stabil blieb. Dabei dĂŒrfte auch die Kurzarbeit geholfen haben, die frĂŒheren Angaben nach zwischen Januar und MĂ€rz eingefĂŒhrt wurde. "Wir erwarten durch die Kurzarbeit kurzfristige Einsparungen im niedrigen einstelligen Millionen-Bereich", sagte Noch-Konzernchef Ludwin Monz Anfang Februar dazu.
Mitte April war ĂŒberraschend bekannt geworden, dass der Manager sein Amt niederlegt. Auf ihn folgt der frĂŒhere S.Oliver-Chef JĂŒrgen Otto. Monz soll den Angaben nach das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" und "im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat" verlassen wollen.
So schÀtzen die Börsenprofis Ergebnisse Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
