Tiktok, US-Verfahren

Tiktok geht in US-Verfahren um Sucht-Vorwurf Vergleich ein

28.01.2026 - 05:52:01 | dpa.de

In einem potenziell folgenschweren US-Verfahren um das Suchtpotenzial von Online-Plattformen will Tiktok mit einem Vergleich einem Prozess aus dem Weg gehen.

Die Klage gegen den Facebook-Konzern Meta US30303M1027 und die Video-Plattform YouTube werde unterdessen fortgefĂŒhrt, wie KlĂ€geranwalt Joseph VanZandt mitteilte. Er machte keine Angaben zu Einzelheiten des Vergleichs mit den Betreibern der populĂ€ren Kurzvideo-App Tiktok. Am Mittwoch begann in Los Angeles die Auswahl der Geschworenen fĂŒr den Prozess.

Die KlĂ€gerin, die in dem Verfahren nur unter den Initialen KGM auftritt, wirft Online-Plattformen vor, sie hĂ€tten ihre Dienste extra so gestaltet, dass Nutzer sĂŒchtig danach werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Funktion, bei der man immer zum nĂ€chsten Beitrag weiterscrollen kann.

Die Frau fing ihren Angaben zufolge bereits als Kind an, die Plattformen zu nutzen - und dies habe zu Depressionen und AngstzustĂ€nden gefĂŒhrt, argumentiert sie. Die Unternehmen verweisen unter anderem auf in den vergangenen Jahren eingefĂŒhrte Maßnahmen, die die Nutzung durch junge Menschen einschrĂ€nken sollen.

In den USA gibt es hunderte Ă€hnlicher Klagen. Das Verfahren in Los Angeles könnte als PrĂ€zedenzfall fĂŒr weitere Prozesse dienen. Die Betreiber der Foto-App Snapchat einigten sich ebenfalls vor wenigen Tagen mit der KlĂ€gerin. In anderen Verfahren ist Tiktok weiterhin unter den Beklagten.

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