LĂ€nder, Kampfhandlungen

Zehn LĂ€nder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon

15.04.2026 - 06:33:26 | dpa.de

In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten "ein unverzĂŒgliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon" gefordert.

Die LĂ€nder seien "zutiefst besorgt ĂŒber die sich verschlechternde humanitĂ€re Lage und die Vertreibungskrise im Libanon", heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur mĂŒssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschĂŒtzt werden.

Die LĂ€nder begrĂŒĂŸten die jĂŒngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon mĂŒssten nun die Waffen schweigen.

Die Aufforderung folgt auf ein erstes Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington, die zur Aufnahme direkter Verhandlungen der Kriegsparteien fĂŒhren sollen.

Im Zuge des Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Libanon wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

Staaten: das humanitÀre Völkerrecht achten

Die zehn LĂ€nder mahnten in ihrer Stellungnahme zu dem Konflikt auch eine "Achtung des humanitĂ€ren Völkerrechts" an, um die MenschenwĂŒrde zu wahren, SchĂ€den fĂŒr die Zivilbevölkerung gering zu halten und humanitĂ€re Hilfe zuzulassen. "Wir verurteilen aufs SchĂ€rfste Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen gefĂŒhrt und die Risiken fĂŒr humanitĂ€res Personal im SĂŒdlibanon erheblich erhöht haben", hieß es weiter.

Bei mehreren VorfĂ€llen Ende MĂ€rz waren im SĂŒdlibanon drei UN-Blauhelmsoldaten getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der UN-Friedensmission Unifil erfolgte ein Angriff am 29. MĂ€rz durch einen Panzer der israelischen Armee, ein zweiter am 30. MĂ€rz durch eine von der libanesischen Hisbollah-Miliz gelegte Sprengfalle.

Die UN-Mission gerÀt immer wieder zwischen die Fronten. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 LÀndern beteiligt.

Zu den Verfassern der Mitteilung gehören Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Indonesien, Japan, Jordanien, Sierra Leone, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

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