Merz, Iran-Krieg

Merz: Iran-Krieg trifft Afrika noch hÀrter als uns

14.04.2026 - 19:26:36 | dpa.de

Kanzler Friedrich Merz hat Afrika UnterstĂŒtzung im Kampf gegen die Folgen des Iran-Krieges zugesagt.

Die Zerstörung zentraler Infrastruktur in den Golfstaaten durch den Iran habe direkte Auswirkungen auf die Versorgung mit Öl und Treibstoffen in Afrika, auch die Produktion von DĂŒngemitteln sei betroffen, sagte der CDU-Chef in Berlin bei einem Treffen mit dem PrĂ€sidenten der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf.

Die Folgen des Iran-Krieges trĂ€fen Afrika "wegen seiner engen Handelsbeziehungen mit dem Nahen und Mittleren Osten noch hĂ€rter als uns", sagte Merz. Es drohten Inflation, ErnteausfĂ€lle und Nahrungsmittelknappheit. Es gehe darum, wie Deutschland und Europa afrikanische LĂ€nder unterstĂŒtzen könnten, wirtschaftlich und energetisch unabhĂ€ngiger zu werden.

Vor der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin an diesem Mittwoch betonte Merz, Deutschland unterstĂŒtze alle BemĂŒhungen fĂŒr einen Waffenstillstand. Bei der grĂ¶ĂŸten humanitĂ€ren Krise der Gegenwart, dem BĂŒrgerkrieg im Sudan, litten ĂŒber 20 Millionen Menschen an Hunger - fast die HĂ€lfte der Bevölkerung. Deutschland zĂ€hle zu den grĂ¶ĂŸten Gebern der humanitĂ€ren Hilfe und unterstĂŒtze alle BemĂŒhungen der USA, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens um einen Waffenstillstand.

AU-PrÀsident: Leid der Menschen nicht aus den Augen verlieren

Youssouf sagte, wenn die ganze Welt sich auf die Ukraine, den Iran und andere Krisen konzentriere, sei es begrĂŒĂŸenswert, dass Deutschland mit der Konferenz dafĂŒr sorge, dass "wir das Leid der Menschen im Sudan nicht aus den Augen verlieren". Die Afrikanische Union werde sich in den Friedensdialog einbringen. Der Sudan dĂŒrfe nicht seinem Schicksal ĂŒberlassen werde.

Zentrale Ziele der im Jahr 2002 gegrĂŒndeten Regionalorganisation AU sind Frieden, Sicherheit, Entwicklung, Demokratisierung und der Schutz der Menschenrechte. Bei Kriegsverbrechen oder Genoziden hat die Organisation ein Interventionsrecht. Die AU umfasst alle 54 afrikanischen Staaten und Westsahara. GegrĂŒndet wurde die Union, um die politische und wirtschaftliche Integration Afrikas voranzutreiben. Im September 2023 wurde die Organisation vollwertiges Mitglied in der G20-Runde der fĂŒhrenden WirtschaftsmĂ€chte.

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