Kleinanzeigen-BetrĂŒger kapern Sicher bezahlen-Funktion
27.02.2026 - 04:19:07 | boerse-global.deEine neue Betrugswelle trifft VerkĂ€ufer auf Online-Kleinanzeigenportalen. Kriminelle nutzen die offizielle "Sicher bezahlen"-Funktion fĂŒr perfide Phishing-Angriffe und plĂŒndern Konten. Eine VerkĂ€uferin aus ThĂŒringen verlor so kĂŒrzlich 2.000 Euro.
VerbraucherschĂŒtzer und Sicherheitsexperten warnen aktuell eindringlich vor der Masche. Die TĂ€ter locken ihre Opfer mit professionell gefĂ€lschten Webseiten aus der geschĂŒtzten Umgebung der Plattformen.
Da Kriminelle zunehmend mobile Kommunikationswege wie WhatsApp fĂŒr ihre Betrugsversuche nutzen, wird der Basisschutz des eigenen GerĂ€ts immer wichtiger. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Smartphone und sensible Apps wie Online-Banking effektiv absichern. 5 sofort umsetzbare SchutzmaĂnahmen entdecken
So lÀuft der perfide Betrug ab
Ein angeblicher Kaufinteressent meldet sich auf ein Inserat und zeigt starkes Interesse. Oft versucht er, das GesprĂ€ch schnell auf WhatsApp zu verlagern. Dann schlĂ€gt er vor, ĂŒber "Sicher bezahlen" zu transaktieren.
Kurz darauf erhĂ€lt der VerkĂ€ufer eine tĂ€uschend echte Nachricht â per SMS, E-Mail oder Messenger. Sie scheint vom Kleinanzeigen-Portal zu stammen und enthĂ€lt einen Link oder QR-Code zur "ZahlungsbestĂ€tigung".
Doch der Link fĂŒhrt auf eine gefĂ€lschte Phishing-Seite. Dort sollen die Opfer ihre Bank- oder Kreditkartendaten eingeben, angeblich um das Geld zu erhalten. TatsĂ€chlich lösen sie damit eine Abbuchung aus oder geben Kriminellen Kontozugriff.
TĂ€uschend echte FĂ€lschungen unter Druck
Die gefÀlschten Webseiten kopieren Logos und Design der Originale tÀuschend echt. Die TÀter nutzen Domain-Spoofing, also Àhnliche Adressen wie "kleinanzeigenn" statt "kleinanzeigen".
Gleichzeitig bauen sie psychologischen Druck auf. Sie agieren freundlich, behaupten das Geld sei schon ĂŒberwiesen und drĂ€ngen auf schnelle Abwicklung. Diese Kombination aus Technik und Manipulation macht die Masche so gefĂ€hrlich.
Polizei warnt vor konkreten SchadensfÀllen
Die Kriminalpolizei in NĂŒrnberg und Konstanz meldet eine Zunahme solcher Phishing-Angriffe. Auch Verbraucherzentralen und "Deutschland sicher im Netz" haben Warnungen herausgegeben.
Im Magazin "Kripo live" des MDR wurde der Fall einer 42-jĂ€hrigen ThĂŒringerin öffentlich. Sie verlor knapp 2.000 Euro, nachdem sie sich auf einer gefĂ€lschten Bankseite einloggte. Das Geld wurde per EchtzeitĂŒberweisung ins Ausland transferiert â eine RĂŒckholung ist damit nahezu unmöglich.
So schĂŒtzen Sie sich vor den BetrĂŒgern
Experten raten zu klaren Verhaltensregeln. Bleiben Sie fĂŒr Kommunikation und Zahlung immer innerhalb der offiziellen App oder Webseite. Klicken Sie niemals auf externe Links aus Nachrichten, selbst wenn sie seriös aussehen.
PrĂŒfen Sie bei verdĂ€chtigen Links die Adresszeile im Browser genau. Kleinste Abweichungen verraten FĂ€lschungen. Und merken Sie sich: Um Geld zu empfangen, mĂŒssen Sie niemals Kreditkartendaten oder TANs eingeben â diese braucht man nur fĂŒr Abbuchungen.
Sollten Sie doch Opfer werden, handeln Sie sofort. Sperren Sie Ihr Konto bei der Bank, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie den Vorfall dem Kleinanzeigen-Portal. Jede Minute zÀhlt, um den Schaden zu begrenzen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
