Klimaschutzprogramm und neues Heizungsgesetz treiben Bauwandel voran
30.03.2026 - 08:30:22 | boerse-global.deDie Bundesregierung stellt die Bau- und Immobilienbranche mit einem neuen Klimapaket und einer Heizungsreform vor grundlegende Weichenstellungen. Das Ziel: mehr Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Doch Kritiker warnen vor versteckten Kosten und planerischer Unsicherheit fĂŒr Hausbesitzer.
Klimaschutzprogramm setzt auf Elektrifizierung
Das kĂŒrzlich verabschiedete Klimaschutzprogramm 2026 peilt bis 2030 zusĂ€tzliche Einsparungen von 25 Millionen Tonnen CO? an. Eine SchlĂŒsselrolle spielt der GebĂ€udesektor. Die Regierung setzt stark auf die Elektrifizierung von ProzesswĂ€rme, etwa durch GroĂ-WĂ€rmepumpen. Ein geplantes neues Förderinstrument soll solche Investitionen vorantreiben und könnte bis 2030 fĂŒr 4,3 Millionen Tonnen weniger CO? sorgen.
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Neues Heizungsgesetz: Mehr Freiheit, neue Risiken?
Zum 1. Juli 2026 soll das aktuelle GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) durch das GebĂ€udemodernisierungsgesetz (GMG) ersetzt werden. Es bringt mehr FlexibilitĂ€t: Die umstrittene 65-Prozent-EE-Pflicht fĂŒr neue Heizungen entfĂ€llt. Ăl- und Gasheizungen bleiben erlaubt, mĂŒssen aber ab 2029 schrittweise klimaneutrale Brennstoffe beigemischt werden â die sogenannte âBio-Treppeâ startet bei zehn Prozent.
VerbraucherschĂŒtzer sehen darin eine potenzielle Kostenfalle. Eine Studie eines Ăko-Instituts prognostiziert steigende WĂ€rmekosten von derzeit rund 11 Cent/kWh auf bis zu 25 Cent/kWh im Jahr 2040. Zudem könnten lokale KlimaplĂ€ne Gasnetz-RĂŒckbauten oder Heizungsverbote bringen â trotz bundesweiter Erlaubnis.
Kreislaufwirtschaft wird zur digitalen Pflichtaufgabe
Die Baubranche produziert 61 Prozent des deutschen Abfalls â rund 208 Millionen Tonnen mineralischer BauabfĂ€lle pro Jahr. Auf der Fachmesse digitalBAU 2026 stand daher die digitale Kreislaufwirtschaft im Fokus. Derzeit stammen in Nordwesteuropa erst 14 Prozent der Materialien aus recycelten Quellen; nur ein Prozent der Bauteile wird wiederverwendet.
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Experten sehen hier enormes Potenzial: Bis zu 75 Prozent der CO?-Emissionen aus Baustoffen lieĂen sich in 25 Jahren einsparen. Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung fordert nun GebĂ€ude, die sich sortenrein demontieren lassen. Modulare Bauweisen und lösbare Verbindungen sollen den Materialkreislauf schlieĂen.
Innovationen: Von HanfdÀmmung zur Schwammstadt
Die Industrie reagiert mit neuen Materialien und Konzepten. Biobasierte DĂ€mmstoffe aus Hanf oder Flachs reduzieren den CO?-FuĂabdruck. Modulare Vorfertigung spart Zeit, Kosten und Emissionen auf der Baustelle.
In einem FachgesprĂ€ch des Bundestags wurden zukunftsweisende Projekte diskutiert, etwa ein Wohnbau mit 119 Einheiten. Dieser kombiniert Holzbauweise, eine Mieterstrom-PV-Anlage und eine GrundwasserwĂ€rmepumpe. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem âSchwammstadtâ-Prinzip, bei dem Regenwasser vor Ort versickert und gespeichert wird â eine Antwort auf zunehmende Trockenheit und Starkregen.
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