Lufthansa Aktie: Eskalation zum Jubiläum
14.04.2026 - 11:58:20 | boerse-global.deDie Streikwelle bei der Lufthansa weitet sich aus — und das ausgerechnet in der Jubiläumswoche. Während die Piloten seit Montag die Arbeit niedergelegt haben, hat die Kabinengewerkschaft UFO nun für Mittwoch und Donnerstag nachgezogen. Die Aktie reagierte auf Tradegate mit einem Kursverlust von zeitweise rund vier Prozent.
Zwei Gewerkschaften, ein Ziel
Seit Montag bestreikt die Vereinigung Cockpit die Kerngesellschaft Lufthansa, die Frachtsparte Cargo und die Regionaltochter Cityline — und erstmals auch Eurowings. Am ersten Streiktag wurden mehr als 700 Flüge gestrichen, allein in Frankfurt fielen über 1.100 Starts und Landungen für die gesamte Pilotenstreikdauer aus, in München weitere 710.
Die UFO legt nun nach: Ab Mittwoch, 0:01 Uhr, bis Donnerstagabend 23:59 Uhr sollen alle Abflüge der Kernmarke von Frankfurt und München ruhen. Cityline ist an neun deutschen Flughäfen betroffen. Die Gewerkschaft begründet den Ausstand mit einer festgefahrenen Verhandlungslage — beim Manteltarifvertrag für die Kernairline sowie beim fehlenden tariflichen Sozialplan für die vor der Schließung stehende Cityline.
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Konfrontation statt Kompromiss
Das Management zeigt sich unbeeindruckt. Personalvorstand Michael Niggemann warnte beide Gewerkschaften vor weiterer Eskalation: „Jeder Streik verkleinert die betroffene Fluggesellschaft." Konzernchef Carsten Spohr signalisierte, lieber kurzfristige Angebotseinschränkungen in Kauf zu nehmen als den Forderungen nachzugeben. Seine Begründung: Die Kerngesellschaft sei auf vielen Strecken bereits jetzt nicht mehr wettbewerbsfähig, weshalb günstigere Töchter wie City Airlines planmäßig weiter wachsen sollen.
Die Piloten wiederum machen die Lufthansa selbst für die Eskalation verantwortlich — nach einer bewussten Streikpause über die Osterfeiertage sei keinerlei Gesprächsbereitschaft signalisiert worden.
Protest vor laufenden Kameras
Der Zeitpunkt ist für Lufthansa besonders unangenehm: Am Mittwoch feiert der Konzern sein 100-jähriges Bestehen — mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem hessischen Ministerpräsidenten als geladene Gäste. Beide Gewerkschaften haben Kundgebungen vor dem neuen Besucherzentrum am Frankfurter Flughafen angemeldet. Analysten warnen bereits, dass die anhaltenden Arbeitsniederlegungen spürbare Ergebnisbelastungen nach sich ziehen und die Jahresziele unter Druck geraten könnten. Für die Aktie ist es die vierte Streikwelle in diesem Jahr — und ein Ende der Tarifauseinandersetzung ist nicht in Sicht.
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