Drohnenwall: EU soll Technik fĂŒr PrĂ€zisionsschlĂ€ge bekommen
29.09.2025 - 18:49:35 | dpa.deNach einem Konzeptpapier der EU-Kommission ist vorgesehen, KapazitÀten zu schaffen, mit denen Bodenziele mittels Drohnentechnologie durch PrÀzisionsschlÀge bekÀmpft werden können. Diese sollen eine mehrschichtige, tief gestaffelte Zone mit FÀhigkeiten zur Erkennung, Verfolgung und Neutralisierung von unbemannten Luftfahrzeugen ergÀnzen.
Um den sogenannten Drohnenwall so effizient wie möglich zu machen, will die EU-Kommission auf den Erfahrungen der Ukraine aufbauen und neben etablierten RĂŒstungskonzernen auch Start-ups und Hochschulen einbeziehen. Vorgesehen ist zudem, das System so zu gestalten, dass es auch bei Bedrohungen durch Naturkatastrophen, unerwĂŒnschte Migration oder grenzĂŒberschreitende organisierte KriminalitĂ€t genutzt werden kann. Dazu könnten unterschiedliche operative Zentren in ganz Europa integriert zusammenarbeiten, schreiben Kommissionsbeamte.
Das an die Regierungen der Mitgliedstaaten geschickte Konzeptpapier soll als Grundlage fĂŒr Diskussionen bei einem informellen EU-Gipfel an diesem Mittwoch dienen. Es enthĂ€lt auch erste grobe VorschlĂ€ge fĂŒr AufrĂŒstungsprojekte in anderen Bereichen. So werden demnach auch neue MaĂnahmen zur Sicherung der Schifffahrt in der Ostsee und im Schwarzen Meer sowie im Bereich der Bodenverteidigung in ErwĂ€gung gezogen.
An dem Konzept fĂŒr eine deutlich effektivere Drohnenabwehr an der EU-Ostflanke wird bereits seit Monaten gearbeitet. Wie notwendig es ist, zeigte aus Sicht der Planer zuletzt vor allem das massive Eindringen russischer Drohnen in den Luftraum Polens vor knapp drei Wochen. Als weiterer Beleg werden auch die Ereignisse in DĂ€nemark gewertet, wo bislang nicht identifizierte Drohnen stundenlang FlughĂ€fen lahmlegten.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
