Produktion/Absatz, Arbeit

Warnstreiks: FlughÀfen rechnen mit AusfÀllen

22.02.2025 - 11:57:43 | dpa.de

Nach der AnkĂŒndigung von ganztĂ€gigen Warnstreiks an den FlughĂ€fen Köln/Bonn und DĂŒsseldorf rechnen die Airports mit FlugausfĂ€llen.

"Wir gehen davon aus, dass es Flugstreichungen und VerspĂ€tungen geben wird", sagte eine Sprecherin des Flughafens Köln/Bonn. Es sei mit "erheblichen BeeintrĂ€chtigungen" des Flugbetriebs zu rechnen. Welche FlĂŒge genau betroffen sind, sei aber noch unklar. In Köln sollen die 24-stĂŒndigen Streiks am Sonntagabend beginnen, in DĂŒsseldorf am frĂŒhen Montagmorgen.

"FluggĂ€ste, die Sonntagabend oder Montag einen Flug gebucht haben, informieren sich bitte vor Anreise bei ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter ĂŒber ihren Flugstatus", hieß es auf der Homepage des Flughafens. Die Sprecherin sagte, dass es auch nach dem Ende des Warnstreiks am Montagabend noch zu Verzögerungen kommen könne.

Auch der Flughafen DĂŒsseldorf teilte mit, dass es zu "Verzögerungen und FlugausfĂ€llen" kommen könne. Die Reisenden wurden auch hier aufgefordert, sich vor Anreise ĂŒber den Status des gebuchten Fluges zu informieren. Ein Flughafensprecher sagte, dass man voraussichtlich erst ab Sonntagnachmittag Genaueres ĂŒber die Auswirkungen sagen könne.

Mehrere Berufsgruppen zum Warnstreik aufgerufen

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft Verdi BeschĂ€ftigte an den FlughĂ€fen DĂŒsseldorf und Köln fĂŒr Montag zu Warnstreiks aufgerufen. Es sei mit "umfangreichen Auswirkungen auf PassagierflĂŒge" zu rechnen, hatte die Gewerkschaft mitgeteilt. Aufgerufen sind neben den kommunalen BeschĂ€ftigten auch BeschĂ€ftigte privater Firmen.

Laut Verdi sind in DĂŒsseldorf unter anderem BeschĂ€ftigte zum Warnstreik aufgerufen, die Koffer transportierten, die am Check-In-Schalter arbeiten oder die Flugzeuge mit frischem Wasser versorgen. Auch in Köln sind mehrere Berufsgruppen zum Warnstreik aufgerufen - etwa in der Be- und Entladung der Flugzeuge, an den Check-In-Schaltern oder bei der Flugzeug-Einweisung. Die Sicherheitskontrollen sind an beiden FlughĂ€fen nicht von dem Streikaufruf betroffen.

Tarifverhandlungen fĂŒr mehr als 2,5 Millionen BeschĂ€ftigte

Verdi und der Beamtenbund dbb verhandeln mit dem Bund und den Kommunen ĂŒber Einkommen und Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen BeschĂ€ftigten. Diese arbeiten nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in Kitas, an Schulen und UniversitĂ€ten, im Nahverkehr, bei den Abfallbetrieben oder eben an FlughĂ€fen. Auch Feuerwehrleute und Bundespolizisten gehören dazu.

Die Gewerkschaften wollen unter anderem ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich durchsetzen. Außerdem fordern sie drei zusĂ€tzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Besonders die Kommunen warnen vor einer Überlastung und weisen auf die hohen Schulden vieler StĂ€dte und Gemeinden hin. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde soll am 14. MĂ€rz in Potsdam beginnen.

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