Arbeit, Deutschland

Bitkom und SAP: KI ist Chance, kein Job-Killer

01.06.2025 - 14:24:47 | dpa.de

Nach Einschätzung von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder wird Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland kein Job-Killer sein.

Zwar werde sich der Arbeitskräftebedarf insgesamt reduzieren, sagte Rohleder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auch angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland sei dies jedoch kein Grund zur Beunruhigung. "Für Deutschland lässt sich sagen, dass KI auf absehbare Zeit keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird."

Rohleder erklärte: "Es wird auch Tätigkeiten geben, die künftig kaum noch von Menschen ausgeführt werden, zum Beispiel technische Übersetzungen oder einfache Bürotätigkeiten wir das Anfertigen von Mitschriften, Protokollen oder Standard-Schriftverkehr." In den Verwaltungen fehlten aber schon heute 550.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. KI werde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen und die Leistungsfähigkeit der Verwaltungen und öffentlichen Dienste hoffentlich erhalten. Anders sehe die Lage in Ländern aus, in denen mehr junge Menschen in den Arbeitsmarkt drängen.

"Dröge Routineaufgaben werden wegfallen"

Auch der Vorstandschef von Europas größtem Softwarehersteller SAP DE0007164600, Christian Klein, sagte: "Bei SAP sehen wir Künstliche Intelligenz als Chance." Der Fokus liege darauf, Mitarbeitende weiterzubilden und neue, wertschöpfende Tätigkeiten zu schaffen. So habe SAP durch KI die Produktivität der Entwickler um 30 Prozent steigern können.

"Dröge Routineaufgaben werden wegfallen, was Zeit für kreatives Denken und echte Wertschöpfung freimacht", so Klein. Er reagierte damit auf jüngste Warnungen des US-KI-Unternehmens Anthropic, dessen Chef Dario Amodei von Massenarbeitslosigkeit und der Vernichtung von Millionen Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten durch KI gesprochen hatte.

So schätzen die Börsenprofis Arbeit Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Arbeit Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | DE0007164600 | ARBEIT | boerse | 67418259 |

Weitere Meldungen

Wirtschaft bremst: Wer bekommt die 1.000-Euro-Prämie?. Doch in der Wirtschaft scheint die Zurückhaltung groß zu sein. Die Regierung will Firmen eine steuerfreie Krisenprämie von bis zu 1.000 Euro ermöglichen, die Vorfreude bei Beschäftigten ist groß. (Wirtschaft, 16.04.2026 - 14:21) weiterlesen...

65 und weiter im Job: Zahl der arbeitenden Senioren nimmt zu. Es sind viel mehr als noch vor fünf Jahren. Eigentlich könnte der Ruhestand beginnen, doch Hunderttausende sind trotzdem weiter berufstätig. (Politik, 16.04.2026 - 04:45) weiterlesen...

Beamtenbund: Staat soll beim Krisenbonus Vorbild sein Die Koalition plädiert für eine steuer- und abgabenfreie Prämie vom Arbeitgeber. (Wirtschaft, 15.04.2026 - 14:51) weiterlesen...

Kein Fremdpersonal im Schlachthof: Karlsruhe weist Klage ab. Eine Klage gegen das Fremdpersonal-Verbot scheitert in Karlsruhe. In Fleischbetrieben dürfen in der Regel nur direkt angestellte Mitarbeiter Tiere schlachten, zerlegen und das Fleisch verarbeiten. (Wirtschaft, 15.04.2026 - 11:33) weiterlesen...

Vorschriften für Fleischindustrie: Karlsruhe weist Klage ab. Eine Verfassungsbeschwerde dagegen scheitert in Karlsruhe. Nach Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachthöfen wurden 2021 die Vorschriften zu Arbeitnehmerrechten in der Fleischindustrie verschärft. (Wirtschaft, 15.04.2026 - 10:28) weiterlesen...

Untersuchung: Abgebrochene Ausbildung wird oft teuer. Junge Leute aus bessergestellten Familien haben das Problem weniger. Wer aus sozial benachteiligten Milieus kommt und eine Ausbildung abbricht, verdient nach zehn Jahren weniger. (Wirtschaft, 14.04.2026 - 15:31) weiterlesen...