Nemetschek, Aktie

Nemetschek Aktie: Thoma-Bravo-Pakt!

14.04.2026 - 13:13:10 | boerse-global.de

Nemetschek erwirbt den US-Softwareanbieter HCSS durch einen Aktientausch und erhöht seine Verschuldung, um im nordamerikanischen Infrastrukturmarkt zu wachsen.

Nemetschek Aktie: Thoma-Bravo-Pakt! - Foto: über boerse-global.de

Mit der Übernahme von HCSS wagt Nemetschek den größten Sprung in den nordamerikanischen Infrastrukturmarkt seiner Geschichte — und wählt dabei eine Transaktionsstruktur, die so im Softwaresektor selten ist.

Ein ungewöhnlicher Deal

Am 13. April unterzeichnete Nemetschek eine verbindliche Vereinbarung mit der Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo zur Übernahme von Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) aus Sugar Land, Texas. Das 1986 gegründete Unternehmen gilt als führender Anbieter von End-to-End-Software für Infrastruktur- und Tiefbauprojekte in Nordamerika — über 4.000 Kunden nutzen die Plattform, darunter Unternehmen, die 75 Prozent der Aufträge in 50 Märkten des US-Verkehrsministeriums gewinnen.

Ungewöhnlich ist die Zahlungsstruktur: Statt eines klassischen Barkaufs erhält Thoma Bravo rund 28 Prozent der Anteile am Build-Segment von Nemetschek. Die Münchner behalten damit 72 Prozent — die Aktionärsstruktur des Gesamtkonzerns bleibt unberührt. Allerdings wird Nemetschek die bestehenden Finanzverbindlichkeiten von HCSS refinanzieren, was die Nettoverschuldung um rund 450 Millionen Euro erhöht.

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Was HCSS strategisch wertvoll macht

Die Zahlen von HCSS sprechen für sich: 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 215 Millionen US-Dollar, ein ARR-Wachstum von 21 Prozent und eine EBITDA-Marge von rund 40 Prozent. HCSS fügt sich damit in das Build-Segment von Nemetschek ein, zu dem bereits Bluebeam, GoCanvas und Nevaris gehören.

Das Marktumfeld dahinter ist strukturell attraktiv: Veraltete Infrastruktur, staatliche Investitionsprogramme und die Energiewende treiben das adressierbare Marktvolumen im Segment Build & Construct bis 2028 auf geschätzte 12 Milliarden US-Dollar.

Kurs auf Dreijahrestief

Der Deal fällt in eine schwierige Phase. Die Aktie notiert auf einem Dreijahrestief — seit Jahresbeginn hat der Titel rund 34 Prozent verloren und liegt damit fast 57 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 137,90 Euro. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Ob die strategische Logik des Deals den Kursdruck mittelfristig lindert, hängt wesentlich davon ab, wie Investoren die erhöhte Verschuldung gegen das HCSS-Wachstumsprofil abwägen.

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