Neue Smishing-Welle zielt auf Steuerzahler
18.04.2026 - 16:09:43 | boerse-global.deVerbraucherschĂŒtzer und Behörden in Europa warnen aktuell vor einer Flut gefĂ€lschter Nachrichten.
Die TĂ€ter geben sich als FinanzĂ€mter oder Gemeindeverwaltungen aus. Sie locken mit angeblichen SteuerrĂŒckerstattungen oder drohen mit fiktiven ZahlungsrĂŒckstĂ€nden. Ihr Ziel: Bankdaten abgreifen oder Schadsoftware auf Smartphones installieren.
Da Kriminelle immer hĂ€ufiger versuchen, ĂŒber gefĂ€lschte Nachrichten sensible Bankdaten abzugreifen, ist ein grundlegender Schutz des Smartphones unerlĂ€sslich. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-GerĂ€t effektiv gegen Hacker und Viren absichern. 5 sofort umsetzbare SchutzmaĂnahmen entdecken
Londoner Bezirk warnt vor Council-Tax-Betrug
Besonders betroffen ist der Londoner Stadtbezirk Wandsworth. Die Verwaltung meldete gestern zahlreiche FĂ€lle. In den SMS wird behauptet, die EmpfĂ€nger seien mit ihrer Gemeindesteuer (Council Tax) im RĂŒckstand. Ein Link soll zur sofortigen Zahlung oder DatenbestĂ€tigung fĂŒhren.
Die Behörde stellt klar: Echte Mitteilungen fordern niemals Bankdaten ĂŒber einen ungesicherten SMS-Link. Parallel aktualisierte die deutsche Verbraucherzentrale bereits am Dienstag ihre Warnungen. Auch hier bauen die BetrĂŒger Drohszenarien auf â bis hin zur angedrohten PfĂ€ndung durch einen angeblichen Gerichtsvollzieher.
So funktioniert die Masche
Die Angriffe nutzen eine bekannte Methode: Smishing, eine Kombination aus SMS und Phishing. Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick authentisch. Oft enthalten sie gefĂ€lschte Aktenzeichen und erzeugen kĂŒnstliche Dringlichkeit.
Eine kurze Frist soll die Opfer zu unĂŒberlegten Klicks drĂ€ngen. Die verlinkten Seiten sind tĂ€uschend echte Kopien von Behördenportalen. Dort abgegriffene Daten landen in Echtzeit bei den Kriminellen. Manchmal wird auch zur Installation einer schĂ€dlichen App aufgefordert, die Online-Banking-ZugĂ€nge ausspĂ€ht.
Was tun bei einer verdÀchtigen SMS?
Sicherheitsexperten geben klare Handlungsempfehlungen. Der wichtigste Rat: Klicken Sie den Link niemals an. Löschen Sie die Nachricht sofort und blockieren Sie die Absendernummer.
Echte Behörden kommunizieren steuerliche Angelegenheiten nicht per SMS. Seriöse Schreiben enthalten immer den vollstĂ€ndigen Namen und die Steuernummer. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Kommune oder das Finanzamt ĂŒber die offiziell bekannten KanĂ€le â nie ĂŒber die in der SMS genannten Kontakte.
Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte schnell handeln. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um Konten zu sichern. Erstatten Sie bei der Polizei Anzeige. Bei installierter Schadsoftware kann ein ZurĂŒcksetzen des Smartphones auf Werkseinstellungen nötig sein.
Um sich vor professionellen Spionage-Apps und Datenmissbrauch zu schĂŒtzen, empfehlen Experten eine proaktive Absicherung Ihres GerĂ€ts. In diesem kostenlosen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie WhatsApp, PayPal und Online-Banking in wenigen Minuten gegen unbefugte Zugriffe schĂŒtzen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber jetzt anfordern
Warum sind die Angriffe so erfolgreich?
Die Digitalisierung der Behörden bietet neue AngriffsflĂ€chen. Die BetrĂŒger nutzen die Unsicherheit vieler BĂŒrger in Steuerfragen geschickt aus. Ihre Nachrichten werden immer professioneller, manchmal tĂ€uschen Ă€hnliche Domains die Sicherheitsfilter.
Technischer Schutz allein reicht oft nicht aus. Der Mensch bleibt das schwÀchste Glied. Die Bundesnetzagentur beobachtet eine wachsende ProfessionalitÀt der TÀter. Sie setzen auf psychologischen Druck und den vertrauensvollen Klang behördlicher AutoritÀt.
Wird der Betrug immer raffinierter?
Experten rechnen mit einer weiteren Verfeinerung der Methoden. KĂŒnstliche Intelligenz könnte kĂŒnftig noch individuellere und fehlerfreiere Nachrichten generieren. Das wĂŒrde die Erkennung fĂŒr Laien deutlich erschweren.
Behörden reagieren mit sichereren Kommunikationswegen, wie zertifizierten E-Mail-Diensten oder verifizierten Apps. Die aktuelle Warnwelle zeigt jedoch: Die Wachsamkeit jedes Einzelnen ist der effektivste Schutz. Weitere regionale Warnungen werden in den kommenden Wochen erwartet.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
