Generalsanierung: Massive EinschrÀnkungen im Regionalverkehr
10.02.2025 - 15:14:57 | dpa.deDer Regionalverkehr werde zeitlich und rĂ€umlich so sehr eingeschrĂ€nkt wie seit Jahrzehnten nicht, sagte Patrick Fiedler vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Das Problem sei, "dass wir einen wirklich sehr, sehr groĂen Bereich in der FlĂ€che haben, wo keine Schienenangebote mehr erbracht werden können fĂŒr diesen Zeitraum".
Konkret bedeutet das beispielsweise, dass die Fahrt von Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs zum Berliner Hauptbahnhof nicht mehr eineinhalb Stunden - wie derzeit mit dem RE8 - sondern dreieinhalb Stunden dauern wird. "Das ist die bittere Wahrheit", sagte Fiedler. Von Perleberg nach Berlin werde es mit dem Schienenersatzverkehr drei Stunden dauern. Derzeit sind es im Regionalverkehr knapp zwei Stunden. "Uns ist bewusst, dass wir unseren FahrgĂ€sten hier sehr viel abverlangen", sagte Henriette Hahn von der Deutschen Bahn. Gerade deshalb wolle man frĂŒh und umfassend informieren.
Die Fahrt zwischen Hamburg und Berlin dauert 45 Minuten lÀnger
Die wichtige Fernverkehrsstrecke zwischen der Bundeshauptstadt und Hamburg wird ab August fĂŒr neun Monate gesperrt. Die Bauarbeiten sind Teil der Generalsanierung, mit der die Deutsche Bahn 41 vielbefahrene Korridore grundlegend modernisieren und so fĂŒr pĂŒnktlichere ZĂŒge sorgen will. Zwischen Hamburg und Berlin sollen unter anderem mehr als 180 Kilometer Gleise und rund 200 Weichen erneuert werden.
Im Fernverkehr werden die ZĂŒge ĂŒber Stendal, Uelzen und Salzwedel umgeleitet. FĂŒr die Reisenden bedeutet das 45 Minuten mehr Fahrzeit. Im Regionalverkehr sollen mehr als moderne 170 Busse zum Einsatz kommen. Aber: "Die Busse sind eben dann doch deutlich langsamer als der Zug", sagte Fiedler.
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