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POET Technologies Aktie: Wolfpack-Vorwürfe entkräftet

16.04.2026 - 16:19:52 | boerse-global.de

POET Technologies entkräftet steuerliche Bedenken von Leerverkäufern und bekräftigt Produktionsziele für 2026. Die Aktie reagiert positiv auf die Klarstellungen.

POET Technologies Aktie: Wolfpack-Vorwürfe entkräftet - Foto: über boerse-global.de

POET Technologies geht in die Offensive. Nach schweren Vorwürfen durch den Leerverkäufer Wolfpack Research reagiert das Unternehmen mit einer detaillierten Verteidigungsstrategie für seine US-Aktionäre. Im Kern geht es darum, eine drohende steuerliche Einstufung zu entschärfen, die den Aktienkurs zuletzt belastet hatte.

Steuerstreit mit Wolfpack Research

Der Vorwurf der Shortseller wog schwer: Wolfpack Research bezeichnete POET als reine Werbe-Aktie und warnte vor massiven Steuerlasten für US-Anleger. Die Leerverkäufer argumentierten, dass die hohen Barreserven von rund 430 Millionen US-Dollar das Unternehmen steuerlich als passiven ausländischen Investmentfonds (PFIC) qualifizieren würden. Dies hätte für US-Investoren deutlich höhere Steuersätze auf Kursgewinne zur Folge.

Das Management um Finanzchef Thomas Mika hält nun dagegen. Durch eine spezielle steuerliche Wahlmöglichkeit, die sogenannte „Qualified Electing Fund“-Option (QEF), sollen die negativen Folgen für das Steuerjahr 2025 neutralisiert werden. Da POET für diesen Zeitraum einen Nettoverlust ausweist, entsteht für die Aktionäre bei rechtzeitiger Wahl keine zusätzliche Steuerlast. Parallel dazu bekräftigte der Vorstand den Plan, den Unternehmenssitz vollständig in die USA zu verlegen, um solche Risiken künftig strukturell auszuschließen.

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Fahrplan für die Serienfertigung

Ungeachtet der Turbulenzen treibt das Unternehmen die Kommerzialisierung seiner optischen Engines voran. Das Management bestätigte die operativen Ziele für den Übergang zur Hochvolumenfertigung. Die finanzielle Basis ist mit den vorhandenen Barmitteln für mehrere Jahre gesichert.

Für das Geschäftsjahr 2026 wurden folgende Eckpunkte fixiert:
* Versandvolumen: Über 30.000 optische Engines geplant.
* Serienfertigung: Start der Lichtquellen-Produktion in diesem Frühjahr.
* Technologie-Upgrade: Hochlauf der 800G-Engines im zweiten Halbjahr 2026.
* Kooperationen: Prototypen-Phase für 1,6T-Konnektivität mit Partnern wie LITEON.

Anleger quittierten die Klarstellungen mit vorsichtigem Optimismus. Die Aktie notiert aktuell bei 5,99 Euro und konnte auf Wochensicht über 15 Prozent zulegen. Die Entscheidung über den Umzug in die USA fällt auf der Hauptversammlung im Juni 2026. Bis dahin müssen vor allem die Produktionszahlen der 800G-Engines belegen, dass die kommerzielle Skalierung wie geplant voranschreitet.

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