Shell Aktie: Katar-Schock abgewendet!
13.04.2026 - 05:19:10 | boerse-global.deDer Ausfall katarischer Gaslieferungen hätte für Shell zu einem massiven Problem werden können. Stattdessen hat der Energiekonzern die globalen Lieferketten kurzfristig umgeleitet und sich im März überraschend zum größten LNG-Importeur Indiens aufgeschwungen. Während die angespannte Lage im Nahen Osten die eigene Gasproduktion bremst, beschert sie der Handelssparte des Unternehmens gleichzeitig unerwartete Rekordgewinne.
Umleitung der globalen Gasströme
Um die geopolitischen Störungen in Westasien zu umgehen, nutzt das Unternehmen seine globale Infrastruktur. Über das Hazira-Terminal im indischen Bundesstaat Gujarat leitet Shell nun verstärkt Flüssiggas aus Oman, Australien und Nigeria ein. Dieser strategische Schwenk zahlte sich bei aktuellen Ausschreibungen indischer Düngemittelhersteller aus. Der Konzern sicherte sich vier von sechs ausgeschriebenen Terawatt-Einheiten (TBtus) für die Harnstoffproduktion. Das Ergebnis sind die höchsten monatlichen LNG-Importvolumina, die der indische Ableger je verzeichnete.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die Dekarbonisierung industrieller Anwendungen voran. Eine neue Kooperation der europäischen Chemiesparte mit Syensqo zielt auf die Lieferung von massenbilanziertem Ethylenoxid ab. Durch den Einsatz kohlenstoffärmerer Rohstoffe lässt sich der CO2-Fußabdruck hierbei um bis zu 51 Prozent reduzieren.
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Komplexe Quartalsbilanz erwartet
Diese operativen Erfolge in Asien fallen in ein von starken Kontrasten geprägtes erstes Quartal. Die extremen Preisschwankungen durch die Nahost-Krise bescheren der Handelsabteilung laut jüngstem Management-Update deutlich höhere Ergebnisse als noch Ende 2025. Die Aktie, die am Freitag bei 45,99 US-Dollar schloss, notiert mit einem RSI von 83,2 aktuell im stark überkauften Bereich, was die starke Gewichtung dieses lukrativen Handelsgeschäfts durch die Marktteilnehmer widerspiegelt.
Gleichzeitig belasten die Preisverwerfungen andere Bereiche massiv. Das Management gab folgende Eckdaten für das erste Quartal bekannt:
* Gesenkte Gasproduktion: 880.000 bis 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag
* Gestiegene Raffineriemargen: 17 US-Dollar pro Barrel
* Negativer Effekt beim Nettoumlaufvermögen: 10 bis 15 Milliarden US-Dollar
Ungeachtet dieser operativen Hürden setzt der Konzern sein Kapitalrückführungsprogramm fort und zog am 10. April weitere 1,8 Millionen eigene Papiere ein. Am Markt sorgen die jüngsten Entwicklungen für geteilte Meinungen. Während Rothschild & Co Redburn die Papiere wegen der Produktionsausfälle in Katar auf "Hold" abstufte, hob die Erste Group ihre Gewinnschätzung für 2026 auf 7,28 US-Dollar pro Aktie an. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Quartal legt das Management am 7. Mai 2026 vor.
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