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Snap Aktie: Radikaler Schnitt!

17.04.2026 - 03:19:31 | boerse-global.de

Snap streicht 16 Prozent der Stellen und setzt auf KI-Automatisierung, um Kosten zu senken und die Profitabilität zu erreichen. Die Aktie reagierte positiv auf die radikale Neuausrichtung.

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Snap setzt alles auf eine Karte. Mit einem massiven Stellenabbau und einer konsequenten Ausrichtung auf künstliche Intelligenz will der Social-Media-Konzern endlich dauerhaft schwarze Zahlen schreiben. Für die Belegschaft ist die Nachricht bitter, für den Aktienkurs ein Signal des Aufbruchs.

Effizienz durch KI und Entlassungen

Die Konzernführung streicht rund 1.000 Stellen, was etwa 16 Prozent der Vollzeitbelegschaft entspricht. Zusätzlich verschwinden über 300 offene Positionen von der Liste. Diese Maßnahmen sollen die jährlichen Kosten um mehr als 500 Millionen Dollar senken.

Der Umbau kostet zunächst Geld. Snap rechnet mit Vorsteuerbelastungen zwischen 95 Millionen und 130 Millionen Dollar, die größtenteils im zweiten Quartal 2026 anfallen werden.

Parallel dazu setzt das Unternehmen auf radikale Automatisierung. Inzwischen wird über 65 Prozent des neuen Programmcodes von künstlicher Intelligenz generiert. Automatisierte Systeme bearbeiten monatlich mehr als eine Million Support-Anfragen, um die Bruttomargen über die 60-Prozent-Marke zu heben.

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Wachstum und Hardware-Pläne

Die Prognose für das erste Quartal 2026 deutet auf eine Erholung hin. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von rund 1,53 Milliarden Dollar, ein Plus von zwölf Prozent zum Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll bei etwa 233 Millionen Dollar liegen.

Ein wichtiger Baustein der neuen Strategie ist die Ausgliederung der Hardware-Sparte in die Tochtergesellschaft Specs Inc. Eine mehrjährige Allianz mit Qualcomm soll künftige AR-Brillen mit spezialisierten Chips versorgen. Ziel bleibt die Marke von einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern.

An der Börse sorgte die Neuausrichtung zuletzt für Bewegung. Innerhalb einer Woche legte die Aktie um fast 25 Prozent auf 5,12 Euro zu. Trotz dieses kurzfristigen Momentums notiert das Papier seit Jahresbeginn noch immer rund 26 Prozent im Minus.

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Die Bewährungsprobe folgt im Mai 2026 mit der Veröffentlichung der vollständigen Quartalsbilanz. Dann muss das Management belegen, dass die gesenkten Betriebskostenziele von 2,75 Milliarden Dollar ausreichen, um die von institutionellen Anlegern geforderte Nettoprofitabilität zu erreichen.

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