Tecalor-Studie: 72 Prozent wollen Heizung per App steuern
14.04.2026 - 13:18:41 | boerse-global.deFast drei Viertel der Bürger wünschen sich eine Steuerung per Smartphone-App. Der Wunsch nach Komfort und Einsparungen treibt die Nachfrage, doch Sicherheitsbedenken bleiben.
Digitale Kontrolle wird zum Standard
Die Bereitschaft für vernetzte Heizungen ist hoch. Eine aktuelle Erhebung des Anbieters tecalor ergab: 72 Prozent der Befragten wollen ihre Heizung per App überwachen. Der Wunsch nach Transparenz und flexibler Steuerung von unterwegs wächst rasant.
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Noch 2022 nutzte laut Statistischem Bundesamt nur jeder zehnte Haushalt smarte Energiesparsysteme. Experten gehen von einem starken Anstieg aus. Getrieben wird der Trend durch neue Wärmepumpen und schärfere Effizienzvorgaben.
Die Vorteile sind konkret: Intelligente Steuerung kann die Heizkosten deutlich senken. Studien zeigen Einsparungen von bis zu 26 Prozent im Vergleich zu manuellen Thermostaten. Einige Anbieter werben sogar mit bis zu einem Drittel weniger Energieverbrauch.
Sicherheitsbedenken bremsen die Akzeptanz
Doch die Digitalisierung birgt Risiken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte bereits 2024: Vernetzte Thermostate können Einfallstore für Cyberangriffe sein. Ungesicherte Geräte könnten zu Botnetzen werden oder persönliche Daten leaken.
Hersteller reagieren mit Zertifizierungen. Das VDE-Institut prüft regelmäßig Systeme wie Homematic IP von eQ-3 auf Protokoll- und Datensicherheit. Solche Siegel belegen eine durchgängige Verschlüsselung.
Verbraucherschützer raten zu Vorsicht. Wichtige Sicherheitsmerkmale sind Zwei-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Updates und anonyme Nutzung. Smart-Home-Geräte sollten zudem in einem separaten Netzwerk vom heimischen WLAN laufen.
Hersteller bauen digitale Plattformen aus
Die Industrie hat den Trend erkannt. Tecalor modernisierte seinen digitalen Auftritt: Nach einem neuen Privatkundenportal 2024 folgte Ende 2025 eine Plattform für Fachhandwerker. Ziel ist eine intuitive Projektverwaltung für alle Beteiligten.
Wer smarte Funktionen nutzt, sollte auch die grundlegende Gerätesicherheit nicht vernachlässigen, um Einfallstore für Cyberkriminelle zu schließen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie durch die richtigen Android-Updates Sicherheitslücken schließen und Ihre Daten dauerhaft vor Malware schützen. 5 Schritte für ein sichereres Smartphone jetzt gratis entdecken
Auch Marktführer wie Viessmann entwickeln ihre Apps ständig weiter. Die ViCare-App erhält regelmäßig Updates mit neuen Funktionen und besserer Bedienung. Im Fokus stehen präzise Energieberichte und die Optimierung von Hybrid-Systemen.
Eine Schlüsselrolle spielt der Fachhandwerk. Digitale Tools ermöglichen Fernwartungen und Echtzeit-Fehlermeldungen. Das steigert die Servicequalität und reduziert Vor-Ort-Termine. Die Akzeptanz beim Kunden hängt stark davon ab, ob der Handwerker die Systeme sicher einrichtet und erklärt.
Technische Hürden und smarte Vernetzung
Beliebt sind Funktionen wie Geofencing. Dabei erkennt das System via Smartphone, wenn Bewohner nach Hause kommen, und heizt vor. Bei Abwesenheit senkt es die Temperatur automatisch ab.
Doch technische Hürden bleiben. In Altbauten fehlt oft der nötige C-Draht zur Stromversorgung smarter Thermostate. Zudem sind ältere Anlagen häufig nur über herstellereigene Gateways internetfähig zu machen.
Moderne Apps vernetzen die Heizung immer öfter mit anderen Energiequellen. Schnittstellen zu Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern sollen den Eigenverbrauch maximieren. Die Wärmepumpe arbeitet dann bevorzugt, wenn die Sonne scheint. Analysten sehen darin einen wesentlichen Baustein der Energiewende.
KI wird die Heizungssteuerung übernehmen
Die Branche steht vor einem Wandel: Software-Kompetenz wird bald so wichtig sein wie Hardware-Qualität. Experten erwarten, dass Künstliche Intelligenz die Steuerung übernimmt. Zukünftige Systeme lernen individuelles Heizverhalten und beziehen Wettervorhersagen sowie Stromtarife automatisch ein.
Die hohe Zustimmung von 72 Prozent zeigt: Die digitale Hemmschwelle ist gefallen. Der Fokus liegt jetzt auf Standardisierung und langfristigen Update-Garantien. Hersteller müssen nicht nur effiziente Wärmeerzeuger liefern, sondern auch eine sichere digitale Infrastruktur – für eine Lebensdauer von oft zwanzig Jahren.
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