Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Neues Chip-Bündnis

18.04.2026 - 02:21:40 | boerse-global.de

Tesla schließt sich mit SpaceX und Intel für eigene Chip-Fertigung zusammen, während Lieferzahlen hinter Erwartungen zurückbleiben und Sammelklagen drohen.

Tesla Aktie: Neues Chip-Bündnis - Foto: über boerse-global.de

Starke Visionen bei der Hardware-Entwicklung, gemischte Signale im operativen Geschäft — bei Tesla klaffen Zukunftspläne und Gegenwartsrealität derzeit auseinander. Während der Konzern in Asien massiv Ingenieure für seine neue Chip-Fabrik anwirbt, wächst in Europa der juristische Druck enttäuschter Kunden.

Terafab und der AI5-Chip

Tesla sucht in Taiwan gezielt nach hochrangigen Halbleiter-Spezialisten. Neun Ingenieure mit Expertise in Bereichen wie Lithographie und Dünnschichtabscheidung sollen das Team verstärken. Der Fokus liegt auf modernsten Fertigungstechnologien unterhalb der 7-Nanometer-Klasse.

Diese Fachkräfte arbeiten künftig für die geplante "Terafab" im texanischen Austin. Das Projekt ist als Joint Venture strukturiert. Neben Tesla sind SpaceX, xAI und Intel an der vertikal integrierten Halbleiterfabrik beteiligt. Ziel ist die komplette In-House-Produktion von KI-Chips für Robotik und Hochleistungsrechner.

Parallel dazu meldete CEO Elon Musk Mitte April den erfolgreichen "Tape-out" des neuen AI5-Chips. Marktbeobachter werten diesen Meilenstein als wichtigen Schritt, um die Abhängigkeit von externen Zulieferern beim autonomen Fahren zu reduzieren.

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Die Schweizer Großbank UBS reagierte prompt. Sie hob das Rating von "Sell" auf "Neutral" an und verwies auf die starke Positionierung als KI-Plattform. Die Aktie kletterte daraufhin am 17. April um gut drei Prozent auf 400,62 US-Dollar.

Operative Dämpfer und Klagen

Abseits der Technologie-Fortschritte kämpft der Autobauer mit Gegenwind. Im ersten Quartal 2026 lieferte das Unternehmen rund 358.000 Fahrzeuge aus. Damit verfehlte Tesla die Markterwartungen von 370.000 Einheiten.

Zusätzlich belasten rechtliche Risiken die Bilanz. Aus über 20 laufenden Verfahren drohen dem Konzern potenzielle Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe. In Europa formiert sich derweil Widerstand gegen das Fahrassistenzsystem Full Self-Driving (FSD).

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Ein niederländischer Tesla-Besitzer initiierte Mitte April eine Sammelklage wegen fehlender FSD-Funktionen bei älteren Hardware-3-Fahrzeugen. Rund 3.000 Teilnehmer aus 29 Ländern fordern die Rückerstattung ihrer Kaufpreise. Der Streitwert summiert sich auf über sechs Millionen Euro.

Am 22. April 2026 legt das Management die offiziellen Quartalszahlen nach US-Börsenschluss vor. Analysten an der Wall Street rechnen mit einem Gewinnsprung. Der Gewinn je Aktie könnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent steigen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem wachsenden Energiesegment. Investoren kalkulieren hier mit Ausgleichseffekten für den anhaltenden Preisdruck im globalen Elektroauto-Markt.

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