Treprostinil-Inhalat, Lungenfibrose

Treprostinil-Inhalat bremst Lungenfibrose

07.04.2026 - 17:30:57 | boerse-global.de

Ein inhalatives Medikament verlangsamt den Krankheitsverlauf bei idiopathischer Lungenfibrose deutlich. Die Zulassungserweiterung für den Wirkstoff Treprostinil steht bevor.

Treprostinil-Inhalat bremst Lungenfibrose - Foto: über boerse-global.de

Eine neue Therapie kann den fortschreitenden Funktionsverlust der Lunge bei idiopathischer Lungenfibrose (IPF) deutlich verlangsamen. Das zeigen jetzt veröffentlichte Ergebnisse einer großen Phase-3-Studie. Für Patienten mit der unheilbaren Vernarbungserkrankung der Lunge könnte sich damit erstmals seit Jahren eine neue Behandlungsoption abzeichnen.

Studie zeigt: Lungenschwund halbiert sich

Die entscheidenden Daten liefert die internationale TETON-2-Studie, deren Ergebnisse jetzt im New England Journal of Medicine publiziert wurden. Über 52 Wochen erhielten 593 IPF-Patienten entweder das inhalative Medikament Treprostinil oder ein Placebo.

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Das Ergebnis ist klinisch bedeutsam: Während die Lungenfunktion in der Placebogruppe um durchschnittlich 136,4 Milliliter fortschritt, betrug der Verlust unter der aktiven Behandlung nur 49,9 Milliliter. Die Therapie halbierte den fortschreitenden Schwund der Lungenkapazität damit nahezu. Auch das Risiko für eine klinische Verschlechterung sank.

Husten als häufigste Nebenwirkung

Die Wirksamkeit hat jedoch ihren Preis in der Verträglichkeit. Fast die Hälfte der behandelten Patienten (48,3 %) klagte über Husten – in der Placebogruppe war es nur etwa ein Viertel. Auch Kopfschmerzen und Durchfall traten häufiger auf.

Diese Nebenwirkungen führten zu einem praktischen Problem: Rund ein Drittel der Studienteilnehmer brach die Therapie vor Ablauf des Jahres ab. Experten sehen darin eine zentrale Herausforderung für den klinischen Alltag. Der Nutzen muss gegen die Belastung für den einzelnen Patienten abgewogen werden.

Lücken im Therapieangebot schließen

Die Daten kommen zu einem dringenden Zeitpunkt. Die idiopathische Lungenfibrose ist bis heute nicht heilbar. Seit über einem Jahrzehnt stützt sich die Standardtherapie auf nur zwei zugelassene antifibrotische Wirkstoffe. Doch nicht alle Patienten sprechen darauf an oder vertragen sie.

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Treprostinil, ein synthetisches Prostacyclin, ist bereits für andere Lungengefäßerkrankungen zugelassen. Der Wirkstoff wird inhaliert und entfaltet seine antifibrotische Wirkung direkt in der Lunge. Sollte die Zulassung für IPF folgen, stünde Ärzten erstmals seit langem ein neues Werkzeug zur Verfügung – entweder als Erstlinientherapie oder in Kombination mit bestehenden Medikamenten.

Zulassungsantrag steht bevor

Der Weg in die Kliniken ist nun geebnet. Die TETON-2-Studie ist nicht allein: Ein paralleles Phase-3-Programm, TETON-1, hat ebenfalls seinen primären Endpunkt erreicht. Der Hersteller United Therapeutics wird die umfassenden Datensätze nun bei den Zulassungsbehörden wie der US-amerikanischen FDA einreichen.

Die positive Datenlage macht eine Zulassungserweiterung für die IPF-Indikation wahrscheinlich. Für Zehntausende Patienten in Deutschland, bei denen die Lunge fortschreitend vernarbt, könnte sich damit eine neue Hoffnung auf verlangsamten Krankheitsverlauf konkretisieren. Die Herausforderung wird sein, die Patienten zu identifizieren, die den größten Nutzen aus der Therapie ziehen – und sie gleichzeitig bestmöglich durch mögliche Nebenwirkungen zu begleiten.

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