TSMC: Arizona Fab 4 bis 2027 ausgebucht
22.04.2026 - 10:29:26 | boerse-global.deStarke Zahlen, steigende Kursziele — und trotzdem fiel die Aktie. Bei TSMC klaffen Analystenbegeisterung und Marktreaktion derzeit weit auseinander.
Rekordgewinn, aber Anleger zögern
Im ersten Quartal 2026 steigerte TSMC den Nettogewinn um 58,3 Prozent auf umgerechnet rund 15,7 Milliarden Euro. Der Umsatz lag bei 35,9 Milliarden Dollar — über der eigenen Prognose. Bruttomarge und operative Marge übertrafen ebenfalls die Erwartungen.
Die Marktreaktion fiel dennoch kühl aus. Am 16. April verlor die Aktie rund drei Prozent. Anleger sorgen sich um Kapazitätsengpässe, hohe Investitionsausgaben und die Frage, ob der KI-Boom bereits vollständig eingepreist ist.
Fortschrittliche Chips unter sieben Nanometer machen inzwischen 74 Prozent des Wafer-Umsatzes aus. Allein 3-Nanometer-Chips tragen 25 Prozent bei, 5-Nanometer-Chips 36 Prozent.
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Analysten erhöhen Kursziele deutlich
Die Skepsis des Marktes teilen die großen Banken nicht. Barclays hob das Kursziel auf 470 Dollar an und verwies auf die starken Quartalszahlen sowie eine früher als erwartet angehobene Prognose. Needham zog von 410 auf 480 Dollar nach. Aletheia Capital setzt das Ziel sogar bei 600 Dollar an — gestützt auf die überarbeiteten Wachstumsprognosen durch KI-Nachfrage.
Goldman Sachs hob seinen Ausblick für taiwanische Halbleiter-Ausrüster an. Der Grund: TSMC plant massive Kapazitätserweiterungen und treibt neue Technologien wie System-on-Integrated Chips und Co-Packaged Optics voran. Goldman rechnet mit einem Investitionszyklus, der bis 2028 und darüber hinaus reicht.
Arizona ausgebucht, 2nm überzeichnet
Das langfristige Bild dreht sich zunehmend um die USA. TSMCs vierte Fabrik-Phase im Arizona-Komplex ist bereits vollständig bis Ende 2027 ausgebucht — zu einem Preisaufschlag von 25 bis 30 Prozent gegenüber Taiwan. Große Technologiekonzerne konkurrieren um Produktionskapazitäten im eigenen Land.
Ähnliches Bild auf der Technologieseite: Die anfängliche 2-Nanometer-Kapazität für 2026 ist bereits vergeben. Apple, AMD, Qualcomm, MediaTek und Nvidia kämpfen um Zuteilung.
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TSMC investiert insgesamt 65 Milliarden Dollar in Phoenix. Die bestätigten US-Pläne umfassen sechs Wafer-Fabriken, zwei Packaging-Anlagen und ein Forschungszentrum. Das Gesamtinvestment in den USA soll auf 165 Milliarden Dollar wachsen. Berichte über eine noch größere Expansion mit zwölf Fabriken hat TSMC bislang nicht bestätigt.
Für das zweite Quartal 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 39,0 und 40,2 Milliarden Dollar. William Li von Counterpoint Research bringt es auf den Punkt: „Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich — ohne erkennbare Abschwächung." Das Wachstum ist real. Die Frage ist, wie schnell TSMC die Kapazitäten hochziehen kann, um es auch zu monetarisieren.
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