Unicredit: 5,1 Milliarden Euro Gewinnziel für Commerzbank
22.04.2026 - 03:40:00 | boerse-global.deFünf Milliarden Euro Nettogewinn bis 2028. Mit diesem Versprechen will Unicredit den Umbau der Commerzbank erzwingen. Die Führung in Frankfurt blockt den Vorstoß rigoros ab.
Der Plan und die Abwehr
Unicredit-Chef Andrea Orcel fährt eine Doppelstrategie. Öffentlich bezeichnet er das Geschäftsmodell der Deutschen als Historie operativer Unterperformance. Sein Gegenentwurf trägt den Titel "Commerzbank Unlocked". Durch tiefgreifende Einschnitte in Betrieb und IT soll der Gewinn auf rund 5,1 Milliarden Euro steigen — deutlich mehr als der Markt aktuell erwartet.
Die Commerzbank-Führung wies die Vorschläge umgehend zurück. Das Management stuft den Plan als feindselig, irreführend und wertvernichtend ein. Kritisiert wird vor allem eine fehlende Kontrollprämie im Übernahmeangebot. Außerdem sieht Frankfurt das lukrative Geschäft mit dem deutschen Mittelstand in Gefahr.
Politische Hürden und Jobängste
Ein Zusammenschluss zweier systemrelevanter Banken stößt auf massiven politischen Widerstand. Die Bundesregierung hält weiterhin gut zwölf Prozent an der Commerzbank und lehnt eine aggressive Übernahme ab. Im Zentrum der Kritik stehen mögliche Stellenstreichungen. Branchenkreise befürchten den Wegfall von 10.000 Arbeitsplätzen, während Unicredit intern von etwa 7.000 gestrichenen Positionen ausgeht.
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Auch die regulatorischen Hürden sind hoch. Deutsche Behörden, die Europäische Zentralbank und Kartellwächter müssen zustimmen. Insidern zufolge wäre eine formelle Integration frühestens im Jahr 2029 umsetzbar.
Aktienkurs und weiteres Vorgehen
Am Aktienmarkt spiegelt sich die Hängepartie wider. Die Papiere notierten am Dienstag bei 67,52 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dank der Übernahmefantasie allerdings noch ein Plus von gut 38 Prozent auf der Kurstafel.
Unicredit hält aktuell knapp 30 Prozent der Anteile. Das im Raum stehende Angebot bewertet die Commerzbank mit 35 Milliarden Euro. Gelingt keine vollständige Übernahme, wollen die Italiener als dominanter Aktionär operativen Druck ausüben.
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Die Commerzbank bereitet derweil ihre eigene Verteidigungslinie vor. Im Mai lädt das Institut Investoren zu einem Strategie-Update ein, um eigene Finanzziele für den Rest des Jahrzehnts zu präsentieren.
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